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Bella Bike

Aus Dänemark. Mit Hinterradlenkung. Hier aufgerüstet mit 250 Watt E-Antrieb. 7 Gänge und Rücktrittbremse unter der Ladebox. Scheibenbremse hinten entfällt momentan zu Gunsten des Motors.

Fahrgefühl: wie Surfen auf der Straße. Weich, geschmeidig, allerdings etwas nervös im Geradeauslauf.

Nachtrag: ein Blogleser hat mich per E-Mail zum Fahrverhalten befragt, vor allem wegen meines Kommentars „nervös im Geradeauslauf“. Das habe ich geantwortet:

„Die Hinterradlenkung hat einen interessanten Effekt. Ein bisschen wie Surfen. Beim Lenken bewegt sich der Sattel bzw. das Hinterteil des Rades baubedingt schräg seitwärts. So kenne ich dieses Gefühl z.B. vom Snowboarden, zumindest so ähnlich. Deshalb bedarf es etwas Übung, die Kurven so zu fahren, wie man das möchte. Ich hatte den Eindruck, dass kleine Lenkbewegungen einen größeren Einfluss auf die Richtung haben als beim normalen Fahrrad. Aber es waren nur wenige hundert Meter, die ich gefahren bin. Leider kann ich es deshalb nicht genauer sagen. Unangenehm war es nicht, nur ungewöhnlich. Wahrscheinlich ist eine Probefahrt sinnvoll, um herauszufinden, ob es einem gefällt. Ich habe ein Lastendreirad Hecklader (Eigenbau), das Fahrverhalten gefällt mir z.B. nicht so gut, und einen kleinen Frontlader (auch Eigenbau), der zwar nicht spurstabil ist (nicht mal einhändig zu empfehlen), aber sau viel Spaß macht, weil er halt leichtgängig lenkt und agil fährt.

Da fällt mir noch was ein: Die Lenkung beim Bella wird mittels einer langen Stange übertragen nach hinten. Diese Stange ist mit kurzen Auslegern an Lenkung und Hinterrad verbunden. Diese sind annähernd gleich lang. D.h. die Lenkbewegung vorne wird im gleichen Maß nach hinten übertragen. Wenn man nun das Verhältnis der Längen ändert, würde ein großer Ausschlag am Lenker z.B. einen kleineren Ausschlag hinten bedeuten. Ist das verständlich? Jedenfalls kann so dann das Lenkverhalten geändert werden. Ich glaube aus der Erinnerung, dass das der Effekt war, der mich zu der Aussage „nervös“ geführt hat. Ob es bei reiner Geradeausfahrt unruhig ist, habe ich explizit nicht getestet. Die Kurven waren eben lustig zu fahren, das hat mehr Spaß gemacht…“

Die Geburtsstunde einer gute Idee: www.nutzrad.de

Wie starten gute Ideen?

Es braucht einen zündfähigen Gedanken und eine ausreichende Zündung. Mit einem zufälligen Foto zum Beispiel habe ich diesen Fahrradblog begonnen: Hybridrad-Eigenbau in blau.

Bei Andreas von nutzrad.de war der Auslöser die Anschaffung eines gebrauchten Lastenfahrrads.

Andreas' Lastenfahrrad

Er suchte dabei im Internet eine Lastenrad-Modellübersicht, ohne Ergebnis. Also begann er, selbst einen Fahrradkatalog über Nutzfahrräder zu erstellen. Das Ergebnis ist www.nutzrad.de.

Mit einer ganz tollen Matrix zur Auswahl der verschiedenen Modelle und einer sich stetig füllenden, bebilderten Datenbank. Es ist schlichtweg genial, eine wachsende, weltweite Marktübersicht auf einer Seite gebündelt zu haben. Und Andreas hat ein Herz auch für Exoten, die für ihn „das Salz in der Suppe ausmachen“. Das gefällt mir besonders gut.

Das Projekt ist noch jung und wächst rasant. Da steckt viel Arbeit dahinter. Es gibt erste positive Rezensionen, z.B. von Joe Bike aus Portland, und Anerkennung. Viel Erfolg, Andreas!