Archiv der Kategorie: Rosenaustadion

Flohmarkt im Rosenaustadion für Kinder- und Jugend

Am 16. Juli 2011 findet wieder der beliebte Kinder- und Jugendflohmarkt im Rosenaustadion statt. Gehandelt wird von 8:00 bis 14:00 Uhr .

Veranstalter ist der Augsburger Kinderschutzbund. Verkaufen dürfen nur Kinder- und Jugendliche (gerne mit Begleitung der Eltern). Dafür werden keine Standgebühren erhoben, Anmeldung ist nicht nötig.

Es gibt innerhalb des Stadions genug Platz für die Stände: auf dem Vorplatz über der Gegengeraden sowie auf dem Fußweg entlang der Südkurve.  Der Rasen darf nicht betreten werden.

Das Stadion ist an allen Eingängen (mit Ausnahme des Gästeeingangs beim Gästeblock) geöfffnet.

Gewerbliche Verkäufer und Käufer sind nicht geduldet.

Link zum Flyer mit Lageplan: http://www.agita-augsburg.de/aktuelles/sonstiges/veranstaltungstipps-in-augsburg/Flohmarktplakat%202011.pdf

 

Rosenaustadion: Fest zum Abschied von der großen Bühne

Der FC Augsburg spielt ab der Saison 2009/2010 in der neuen impuls arena. Im Rosenaustadion wird es danach ruhig, dort spielen dann nur noch Mannschaften in niedrigeren Spielklassen: der BCA Oberhausen, die FCA-A-Junioren und die Frauenteams des FC Augsburg und des TSV Pfersee.

Unter dem Titel „Ciao Rosenau“ findet deshalb am 21. Mai (Donnerstag) ein Abschiedsfest auf dem Gelände des Rosenaustadions statt.

Los geht es um 12.00 Uhr, Ende ist um 21.00 Uhr. Gefeiert wird auf dem Hautparkplatz vor der Haupttribüne.

Haupteingang Rosenaustadion

Infos zum Programm der Einfachheit halber direkt beim FCA abrufen: http://www.fcaugsburg.de/cms/website.php?&id=/index/aktuell/news/data5777.htm

Nur noch ein Sonntagsspiel in der Rosenau

Die letzten Spieltage der Saison 2008/2009 sind terminiert. Der FCA absolviert noch 4 Heimspiele im Rosenaustadion, davon 3 x freitags. Der Saisonabschluß und Abscheid vom Rosenaustadion findet dann sonntags statt, hoffentlich bei strahlendem Sonnenschein:

  • FC Ingolstadt:   Freitag, 3. April, 18 Uhr
  • VfL Osnabrück:   Freitag, 17. April, 18 Uhr
  • TSV 1860 München:   Freitag, 1. Mai, 18 Uhr
  • SV Wehen-Wiesbaden:   Sonntag, 17. Mai, 14 Uhr

Rosenaustadion: Anekdoten eines Platzwarts

Platzwart Friedrich Sauter hat in 21 Jahren Arbeit im und am Rosenaustadion vieles erlebt. Anekdoten über Spielabbrüche, viele Kontakte mit prominenten Spielern aber auch mühsame Rasenpflege von Hand. Von 1970 bis 1991 kümmerte es sich um das Wohl des Spielfelds wie auch der Fussballspieler.

Er erzählt seine Geschichte(n) in einer von dem Augsburger Journalisten Fabian Schweyher erstellten Audio-Slideshow. Für die Bildergalerie hat Online-Journalist Schweyher viele Fotos von heute und aus vergangenen Tagen mit den Erzählungen des Platzwarts verknüpft und daraus ein kurzweiliges und schön anzusehendes Video erstellt.

Das Video und die Geschichte dazu gibt es hier zu sehen:
http://www.soundphotographer.de/2009/03/fusball-im-augsburger-rosenaustadionein-platzwart-erzahlt-von-vergangenen-tagen/

oder unkommentiert bei Youtube.
http://www.youtube.com/watch?v=vHLw7DeU1XU

Übrigens: Der Vorgänger von Platzwart Friedrich Sauter war Augsburgs berühmter Boxer Willi Färber. Er war von 1951 bis 1972 Platzwart im Rosenaustadion. Seine Fliegengewicht-Kampfbilanz von 1947-1951: 29 Siege, davon 17 K.O.s, fünf Niederlagen und sieben Unentschieden.

Rosenaustadion wird nicht abgerissen

Stadtkämmerer Hermann Weber und Sportreferent Peter Grab haben mitgeteilt, dass es bei einer Sportnutzung des Rosenaustadions bleiben soll. In der Leichtathletik werde kein Bedarf gesehen. Aber das Stadion soll im Schulsport, bei den Vereinen und den Frauenfußballmannschaften genutzt werden.

Rosenaustadion Haupttribüne

keine-bagger

Das war nicht immer so. Als die Stadt sich entscheiden hat, den FC Augsburg beim Bau der impuls arena zu unterstützen, gab es deutliche Kritik aus den Reihen der Augsburger. 13 Millionen Euro für die städtische Beteiligung an der neuen Arena schien vielen ein zu hoher Preis zu sein.

Der damalige Oberbürgermeister Paul Wengert fand eine Lösung, die Kritiker zu besänftigen. Er kündigte an, das Areal des Rosenaustadion nach dem Abriss als Baugrund zu vermarkten und damit die Investitionssumme zu refinanzieren. Auch die Vermarktung der Grundstücke der denkmalgeschützten Augsburger Sporthalle und von Teilen der Paul-Renz-Sportanlage stand schon zur Debatte.

Von Anfang an war dies fragwürdig, da

  • die Kosten für Abriss und Bodensanierung nie berechnet bzw. genannt wurden. Erstmalig mit dem Einbau der Rasenheizung im Sommer 2007 wurde der Boden systematisch auf Altlasten untersucht.
  • die Grundstücksfläche als Baugrund bei den Augsburger Quadratmeterpreisen deutlich weniger einbringen würde.
  • keine konkreten Alternativen für die Sportler gesucht und genannt wurden, z.B. rollstuhl- und behindertengerechte Sportflächen des dort angesiedelten Sportvereins „Reha“.
  • im Rosenaustadion verschiedene Räumlichkeiten von der Sportverwaltung genutzt werden, für die Alternativen gesucht bzw. gebaut werden müssten. Hierbei handelt es sich um die zentrale Werkstätte für den Sportplatzbau/-unterhalt und Räumlichkeiten für die KFZ-und Maschinenwartung und für das Abstellen des Maschinenparks. Zudem befinden sich im Gebäudetrakt die Personalräumlichkeiten für den zentralen Handwerkerpool und die Platzwarte.

Der amtierende Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl hat bereits im März 2007 während seiner OB-Kandidatur die weitere Nutzung als Sportstätte als sein Ziel ausgegeben, teilweise städtebauliche Nutzungsänderungen aber nicht ausgeschlossen, jedoch dazu keine Details genannt.

Augsburger Flutlicht-Atmosphäre

Die Flutlichtanlage im Rosenaustadion ist eine der ältesten in Deutschland – und eine der lichtstärksten. Die vier senkrecht stehenden Masten wurden 1955 gebaut. Jeder Mast trägt 41 Lampen mit je 3.500 Watt. Die Lichtstärke beträgt 1.400 Lux.

Bilder vom Spiel des FC Augsburg gegen den 1. FC Nürnberg am 30.01.2009 (0:0).

Der Verbrauch beträgt rechnerisch 574 kW (Kilowatt). Wenn man einen Endkunden-Tarif der Stadtwerke Augsburg (Primo) mit 20,12 Cent/kWh zugrunde legt, kostet eine Stunde Flutlicht im Rosenaustadion 115,49 Euro.

Ein Vergleich mit der modernen Allianz Arena: sie hat 232 Scheinwerfer mit einer Gesamtleistung von 464 KW und einer Leuchtstärke zw. 1.000 und 1.500 Lux.

Zu den ältesten Flutlichtanlagen zählen außerdem die Masten im „Stadion am Bieberer Berg“ in Offenbach am Main (4 Masten, Einweihung 1956) und im Georg-Melches-Stadion von Rot-Weiss Essen (ebenfalls 1956 eingeweiht).  Ein zeitgenössisches Zeitungszitat lautete: „Ein Schauspiel von faszinierender Wirkung. Dem Flutlichtfußball gehört die Zukunft“.

Bereits 1930 gab es eine erste Spielfeldbeleuchtung im Hannoverschen Eilenriedestadion (früher „Stadion der Stadt Hannover“ bzw. „Hindenburg-Kampfbahn“ genannt). Das moderne Tribünengebäude mit den Spielerräumen war selbstverständlich an das Stromnetz angeschlossen. So beschloss man, zusätzlich einige Scheinwerfer an der Tribüne anzubringen und auf das Spielfeld zu richten.

Die letzten acht Spiele in der Rosenau

Ab der Saison 2009/2010 spielt der FCA in der neuen impuls arena. Die letzten Heimspiele im Rosenaustadion sind:

Fr., 30.01.09             1. FC Nürnberg    18.00  Uhr
So.,15.02.09             MSV Duisburg       14.00 Uhr
So., 01.03.09            TuS Koblenz           14.00 Uhr
13.-16.03.2009*      Rot-Weiss Oberhausen
03.-06.04.2009*      FC Ingolstadt
17.-20.04.2009*      VfL Osnabrück
01.-04.05.2009*      1860 München

So, 17.05.2009        SV Wehen Wiesbaden    14.00 Uhr

*Diese Spiele werden erst später terminiert.

Für das Spiel gegen den 1. FCN sind bereits über 20.000 Karten im Vorverkauf rausgegangen. Auch die letzten beiden Begegnungen gegen den TSV 1860 München und den SV Wehen Wiesbaden dürften ein volles Haus bringen.

WM 2011: Rosenaustadion kein Trainingsplatz

Im September wurden die vier Augsburger Trainingsstätten für die WM 2011 benannt:
• Sportanlage Süd (Ernst-Lehner-Stadion)
• Sportanlage Haunstetten
• Sportanlage Nord „Paul-Renz“
• Sportanlage Karl-Mögele (Göggingen)

Das Rosenaustadion ist nicht dabei. Warum nicht? Der Rasen ist erst 2007 erneuert worden, es gibt eine Rasenheizung.

Der Weltfußballverband FIFA hat hohe Anforderungen an die Anlagen der Bewerberstädte gestellt. Wahrscheinlich erfüllt das Rosenaustadion diese nicht in allen Punkten. Der Kabinentrakt und die sanitären Anlagen entsprechen nicht mehr dem heutigen Standard.

Auch die anderen vier Plätze müssen modernisiert werden. Dafür werden bis zu 1.000.000 Euro veranschlagt. Vermutlich möchte die Stadt das Geld lieber in Anlagen investieren, die später regelmäßig für Vereins- und Breitensport genutzt werden.

Das wäre verständlich. Aber es ist enttäuschend, dass das geschichtsträchtige Rosenaustadion selbst bei der WM nicht mehr genutzt wird.

Wie geht es mit dem Rosenaustadion weiter? Hier steht mehr:

https://a2011.wordpress.com/2008/11/01/was-passiert-mit-dem-rosenaustadion-ab-2009/

Rosenaustadion 1966: Das Länderspiel, das es offiziell nicht gegeben hat

Die Fußballweltmeisterschaft 1966 stand kurz bevor. Am 19. Juni 1966 bot sich 30.000 Augsburgern die Chance, ihre Nationalmannschaft im heimischen Rosenaustadion zu bejubeln. So viele Fans waren trotz strömenden Regens in die Rosenau gekommen.

Vorbereitungsspiel zur WM

Die deutsche Nationalmannschaft trat als „DFB-Team“ auf, der Gegner war die österreichische U23. „Wir“ gewannen 4:0. (Brülls, 2 x Held und Haller).

Als nicht offizielles Länderspiel ist diese Partie weder beim DFB noch beim ÖFB verzeichnet. Auch die Datenbank von www.fussballdaten.de kennt diese Partie nicht.

Am 23.06.1966 spielte Deutschland dann noch gegen Jugoslawien (2:0), bevor am 12.07. die WM mit dem Spiel gegen die Schweiz (5:0) begann.

Die Weltmeisterschaft endete am 30.07.1966, übrigens nicht mit dem Wembley-Tor (dem dritten Tor), sondern erst nach dem 4. Tor (zum 4:2 nach Verlängerung), bei dem schon Zuschauer auf des Feld gelaufen waren.

Rosenaustadion 1959: Vorbereitung auf die Geisterspiele

5. August 1959: 12.000 Zuschauer kommen ins Augsburger Rosenaustadion, um die Amateurnationalmannschaft des DFB zu sehen. Sie spielen gegen eine zusammengewürfelte Mannschaft aus Oberligaspielern vom FC Bayern, 1860 München und BC Augsburg.

Es ist ein wichtiges Testspiel; das Ergebnis (3:2) ist aber nebensächlich, geht es doch um eine größere Sache: die Teilnahme an der Qualifikation für Olympia 1960.

Fakt war, dass nur eine deutsche Mannschaft teilnehmen konnte. Der DFB wollte eine Mannschaft aus den besten Spielern beider Verbände, der DFV (Deutscher Fußball-Verband der DDR) bestand aber auf Ausscheidungsspielen, um das deutsche Teilnehmerland zu ermitteln.

Die Spiele fanden am 16. und 23. September 1959 statt. Es waren Geisterspiele: Publikum war nicht zugelassen, sogar auf Balljungen wurde verzichtet. Das Hinspiel im Berlin Walter-Ulbricht-Stadion endete 2:0 für die bundesdeutsche Mannschaft, das Rückspiel im Düsseldorfer Rheinstadion gewannen sie ebenfalls mit 2:1.

Das für anfangs 70.000 Zuschauer ausgelegte Walter-Ulbricht-Stadion hieß zuletzt Stadion der Weltjugend und wurde 1992 abgerissen.  Bilder des Stadions gibt es unter http://www.schoelkopf.com/berlin/weltjugend/000.html