Zum Täter werden

Nirgends ist die Wahrscheinlichkeit, in seinem Leben zum Täter zu werden, so groß wie im eigenen Auto. Im Jahr 2019 starben 3.040 Menschen im Straßenverkehr und es gab mehr als 387.000 Verletzte. Eine der Hauptursachen: überhöhte Geschwindigkeit, die im Fall eines Unfalls juristisch mindestens mit „fahrlässigem Handeln“ bewertet wird.

Fahrlässige Körperverletzung oder Tötung kann nicht nur mit einer Geldstrafe, sondern auch durch eine mehrjährige Freiheitsstrafe geahndet werden. Bei einem Verkehrsunfall ist nahezu immer Fahrlässigkeit gegeben. Würden Autofahrer die erforderliche Sorgfalt beachten, würden die meisten Unfälle nicht passieren.

Die Frage des Unfallrisikos wird fast immer aus Sicht der Opfer betrachtet (Wie wahrscheinlich ist es, verletzt zu werden?). Die Täterschaft wird kaum beachtet, dabei sind auch Täter oft ein Leben lang mit den Folgen und der Schuld belastet. In Pressemitteilungen wird gerne mit Formulierungen wie „hat übersehen“, „war unachtsam“ oder „Unglück“ gearbeitet. Der Begriff „fahrlässig“ fehlt sehr oft.

Es gab 2019 ca. 18,1 Millionen PKW-Führerscheininhaber, alle Führerscheintypen zusammen 40 Millionen. Bei bis zu 400.000 jährlichen Unfällen mit verletzten Beteiligten kann niemand, der ein Fahrzeug bewegt, dieses Risiko für sich ausschließen.

Fahrt vorsichtig!

Täter im Straßenverkehr, Achtung Kinder