Archiv für den Monat Oktober 2015

Unwucht

unwucht (3)

unwucht (2)

unwucht (1)

Das Vorderrad hat eine Unwucht. Mit Absicht. Das funktioniert nur mit einer sehr langen Gabel. Man kann ohne Treten lange Strecken zurücklegen, in dem man die Schwungspitzen ausnutzt. Wie bei einer Schaukel. Immer mit dem ganzen Körper Druck ausüben, wenn es nach unten geht. Am besten stehend fahrend, aber nicht zu schnell, denn dann beginnt das Vorderrad den Bodenkontakt zu verlieren und zu springen. Die Speichen sind ohne Kreuzung eingebaut (radiale Einspeichung; dabei verlaufen die Speichen direkt von der Nabe zur Felge, ohne eine andere Speichen zu kreuzen).

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1.000.000 Views

So heimlich still und leise hat der Blog die 1.000.000 Views übersprungen. Laut Blogzähler stammen diese von fast 180.000 Besuchern. Selbst während der langen Blogpause haben täglich bis zu 200 Interessierte vorbeigeschaut und bis zu 1.000 Aufrufe getätigt. Über tausend Artikel sind mittlerweile online.

Dieses Foto von einem aufgeplatzten Gel-Sattel stammt aus einem der ersten Blogbeiträge. Damals habe ich sie in recht niedriger Auflösung gepostet, damit sie schneller geladen werden. Heute lasse ich sie etwas größer.

gel-sattel fahrrad

Reifenversand

reifenversand

Zwei 28er-Reifen wurden in dem großen Karton geliefert. Ungefaltet. Das hat mir gut gefallen: Ich weiß nicht, ob es in der Branche Standard ist. Ich habe einen anderen Versender erlebt, bei dem zwei 20er Reifen gefaltet bei mir ankamen und sich wegen der entstandenen Knicke nur schlecht montieren ließen.

Ein Fahrrad als Wertanlage

sammlerstücke

Die Fahrradsammlung, die diesen Bildband füttert, wurde versteigert. Das Spitzenexemplar brachte 30.000 Euro, insgesamt brachten die über 200 Exponate ca. 473.000 Euro. Die Medien haben darüber berichtet und ein Blogger hat die Frage aufgestellt, ob Fahrräder künftig als Wertanlage dienen können: http://st-pedali.blogspot.de/2015/05/versteigerung-in-wien-werden-fahrrader.html.

Ich würde sagen, in Einzelfällen bei Sammlerstücken geht das. Auch bei regionalen Preisunterschieden lassen sich dank günstigem Fahrradversand ein paar Euro verdienen. Mit einem guten Auge für Raritäten und etwas Geduld kann das Hobby somit Geld einbringen. Allerdings in den meisten Fällen im Hunderter- und selten im niedrigen Tausender-Bereich.

Rostfarbe selbst herstellen

Ein verrostetes Fahrrad
– wird nicht so schnell geklaut
– sieht cool aus, hat street credibility
– wird irgendwann durchrosten

Was tun, wenn das Fahrrad noch zu neu aussieht? Rostfarbe drauf. Auf den guten Lack, der den Rahmen weiterhin schützt. Die Rostfarbe kann man selbst herstellen.

1. Feine Stahlwolle kaufen
2. Essig drüber schütten, 2 Tage warten, der Rost kommt schnell
3. Verrostete Stahlwolle zu Pulver zerbröseln.
4. Farbenbinder kaufen, im Künstlerbedarf. Der ist zunächst weiß, trocknet aber farblos aus.
5. Farbpigmente (also das Rostpulver) mit diesem Binder anrühren und verarbeiten, zum Beispiel mit dem Pinsel.

http://www.boesner.com/farben/malhilfsmittel/fuer-farben/binder-1
http://www.ballistol-shop.de/Feine-Stahlwolle_B-S_915.html

Foto:
auf dem Kettenschutz „normaler“ Rost
auf dem Sitzrohr: gepinselter Kunst-Rost.
kunstrost