Augsburger Stadtautobahn

karlstrasse augsburg

Die Augsburger Innenstadtdurchschneidung Grottenau – Ludwigstrasse – Karlstrasse ist vierspurig. Schon lange. Rechts und links Parkbuchten/-streifen. Dazu Fußwege.  Der Stadtrat beschloss, Fahrradstreifen einzurichten. Aber die Vierspurigkeit musste aus politischem Willen erhalten bleiben, ebenso die Parkzonen.

Die Folge:

  • schmale Parkbereiche, in denen SUVs und Laster in den Radweg hineinreichen, selbst wenn sie ganz rechts parken.
  • kein Sicherheitsabstand der Radspur zu den Parkbuchten, wie er aus Sicherheitsgründen empfohlen wird. Die Radler bewegen sich im Öffnungsbereich der Autotüren.
  • der Radstreifen erreicht in seiner Breite und Ausgestaltung nicht an allen Stellen die Empfehlungen für moderne Radverkehrsanlagen.

Dieses Bild ist symptomatisch für die Augsburger Verkehrspolitik. Man möchte 2020 Fahrradstadt sein, aber dem Automobilverkehr nichts wegnehmen. Dann kommt so etwas dabei heraus.

Karlstrasse radstreifen

Eine Reduzierung auf zwei Spuren hätte unabhängig vom Fahradverkehr eine höhere Aufenthaltsqualität bedeutet. Der nördliche Teil der Innenstadt wäre nicht mehr so abgeschnitten vom Zentrum. Diese Stadtautobahn im Geiste der 60er Jahre ist schlichtweg nicht mehr zeitgemäß. Wieder hat Augsburg eine Chance verpasst.

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