verwirrt und überfordert

Eine alte Dame kommt mit ihrem silbergrauen Mercedes aus einem Waldstück, das eigentlich mit Schranke für Autofahrer gesperrt ist. Sie fährt auf den „Hochablaß“ zu, ein Wehr im Lech mit einem Übergang für Fußgänger.

Ein Fahrradfahrer winkt, um sie auf ihren Fehler aufmerksam zu machen. Sie reagiert nicht. Mit weit geöffneten Augen und offenem Mund, vorgebeut mit der Nase direkt an der Windschutzscheibe, zögert sie kurz und fährt dann auf die Wehranlage.

Der Fußgängerüberweg macht einen engen rechts-links-Knick. Sie zögert erneut und meistert dann auch ihn. Danach geht es nicht mehr weiter: aufgrund einer Baustelle ist der Übergang durchbrochen, nur eine enge Stahlrampe für Fußgänger ist passierbar.

Eine Falle! Rückwärts sind die engen Ecken auf der Staustufe sehr schwer zu fahren. Zwei junge Männer helfen ihr aus der Patsche. Einer dirigiert, der andere fährt mit der Dame auf dem Beifahrersitz den „Baby-Benz“, einen alten 190 E, im Rückwärtsgang zurück.

Nach dem Wenden übergibt er das Steuer wieder an die elegant gekleidete, überforderte Fahrerin.

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