Kellerfahrräder

kellerfahrrad

In Gemeinschaftskellern von Miethäusern gibt es oft sog. Fahrradkeller. Dort können Bewohner ihre Räder abstellen, relativ diebstahlsicher und vor Wind und Wetter geschützt. Nach und nach bleiben dort ungenutzte, meist kaputte Fahrräder stehen. Die blockieren dann Stellplätze. Der Hausmeister bitte dann die Mieter, ihre Fahrräder zu kennzeichnen, damit er nach einer Wartefrist von zwei bis vier Wochen die nicht gekennzeichneten Räder entfernen kann.

Manchmal sehen diese Räder nur kaputt aus, weil sie z.B. Platten haben und verstaubt sich. Darunter verbergen sich gute Fahrräder.

Was machen die Hausmeister damit? In Augsburg können sie bei Kette und Kurbel anrufen, dann werden die Räder abgeholt und wieder in Umlauf gebracht.

Ansonsten landen sie vielleicht auf dem Schrott bzw. Wertstoffhof. Es ist schade, wie viel gute Substanz da verloren geht. Es gibt so viele Menschen und unkommerzielle Institutionen, die mit diesen Fahrrädern noch viel Gutes anstellen würden. Doch die Schnittstelle fehlt, denn für den Hausmeister ist der Aufwand zu groß, die Räder zu bewerten, Abnehmer zu suchen und Abholung/Transport zu organsieren. Gerade die Bewertung des Zustandes ist nicht einfach, man täuscht sich so oft beim ersten Blick auf ein Rad. Da kann ein schöner Rahmen ein unlösbares kaputtes Innenlager haben und ein dreckiges, unansehnliches Rad nur eine Wäsche und neue Schläuche brauchen.

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