Augsburg und das Tiefbauamt

Rikscha velotaxi

In Augsburg gibt es seit September 2007 keine eigene Straßenverkehrsbehörde mehr. Deren Aufgaben übernimmt das Tiefbauamt.

„Auslöser war der Fall des 39-jährigen Augsburger Velotaxi(Rikscha-)unternehmers Bernd Beigl. Mehr als zwei Jahre lang wurde seine Betriebsgenehmigung unter fadenscheinigen Begründungen verweigert, obwohl er allen Anforderungen nachgekommen war.“ (Auszug aus einer Pressemitteilung der Werner-Bonhoff-Stiftung).

Bernd Beigl setzte sich also schließlich durch und bekam für seine Hartnäckigkeit den mit 100.000 Euro dotierten Werner-Bonhoff-Preis wider den Paragraphen-Dschungel.

Zur Verdeutlichung des Irrwitzes hier noch ein Auszug aus einer weiteren Veröffentlichung:

Der gelernte Bankkaufmann Bernd Beigl wollte die erste Fahrrad-Rikscha Augsburgs ins Rollen bringen. Dafür hatte er sich im Mai 2004 erstmals höflich um eine Ausnahmegenehmigung bei der Straßenverkehrsbehörde Augsburg beworben.

Sukzessive erfüllte Beigl die von der Straßenverkehrsbehörde gestellten Bedingungen für den Betrieb seines Velo-Taxi-Dienstes. Bis zum September 2006 zog sich Bernd Beigls Bemühung um Genehmigung hin. Erst durch die Intervention des Oberbürgermeisters, den Bernd Beigl mit seinem Velotaxi zu einem Fest kutschierte, erhielt der junge Unternehmer finalen Bescheid von der Augsburger Straßenverkehrsbehörde: Er brauche keine Genehmigung. Eine Fahrrad-Rikscha sei eben doch kein Fahrrad. Als Reaktion auf den Fall Bernd Beigl hat der Oberbürgermeister zum 1. Oktober 2007 die Auflösung der Straßenverkehrsbehörde und deren Eingliederung in das Tiefbauamt veranlasst.“

 

 

 

 

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