Archiv für den Monat Mai 2013

Augsburg und das Tiefbauamt II

Dieses prominent platzierte und auffällige rote Werberad habe ich vor ein paar Tagen das erste Mal gesehen. Am Eingang zum Wittelsbacher Park. Darf man in Augsburg Werbefahrräder aufstellen? Ich habe dazu schon einmal einen ausführlichen Beitrag geschrieben: Werbefahrräder abstellen bzw. aufstellen – darf man das?

Unabhängig von der rechtlichen Bewertung gilt für Augsburg: das Tiefbauamt ist tolerant und unternimmt nichts gegen Werbefahrräder. Auch wenn diese im Lauf der Zeit verfallen, weil sie nicht gepflegt werden. Mit der Ausnahme, dass die Behörde tätig wird, wenn es zu Behinderungen oder Beschwerden kommt. Aber auch dann auf die sanfte Art eines freundlichen Hinweises an den Aufsteller. Der ist ja auch leicht zu ermitteln, schließlich wirbt es für sein eigenes Angebot meistens mit seinen Kontaktdaten.

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Augsburg und das Tiefbauamt

Rikscha velotaxi

In Augsburg gibt es seit September 2007 keine eigene Straßenverkehrsbehörde mehr. Deren Aufgaben übernimmt das Tiefbauamt.

„Auslöser war der Fall des 39-jährigen Augsburger Velotaxi(Rikscha-)unternehmers Bernd Beigl. Mehr als zwei Jahre lang wurde seine Betriebsgenehmigung unter fadenscheinigen Begründungen verweigert, obwohl er allen Anforderungen nachgekommen war.“ (Auszug aus einer Pressemitteilung der Werner-Bonhoff-Stiftung).

Bernd Beigl setzte sich also schließlich durch und bekam für seine Hartnäckigkeit den mit 100.000 Euro dotierten Werner-Bonhoff-Preis wider den Paragraphen-Dschungel.

Zur Verdeutlichung des Irrwitzes hier noch ein Auszug aus einer weiteren Veröffentlichung:

Der gelernte Bankkaufmann Bernd Beigl wollte die erste Fahrrad-Rikscha Augsburgs ins Rollen bringen. Dafür hatte er sich im Mai 2004 erstmals höflich um eine Ausnahmegenehmigung bei der Straßenverkehrsbehörde Augsburg beworben.

Sukzessive erfüllte Beigl die von der Straßenverkehrsbehörde gestellten Bedingungen für den Betrieb seines Velo-Taxi-Dienstes. Bis zum September 2006 zog sich Bernd Beigls Bemühung um Genehmigung hin. Erst durch die Intervention des Oberbürgermeisters, den Bernd Beigl mit seinem Velotaxi zu einem Fest kutschierte, erhielt der junge Unternehmer finalen Bescheid von der Augsburger Straßenverkehrsbehörde: Er brauche keine Genehmigung. Eine Fahrrad-Rikscha sei eben doch kein Fahrrad. Als Reaktion auf den Fall Bernd Beigl hat der Oberbürgermeister zum 1. Oktober 2007 die Auflösung der Straßenverkehrsbehörde und deren Eingliederung in das Tiefbauamt veranlasst.“

 

 

 

 

Lenkradschloss fürs Fahrrad

Lenkradschloss ist eigentlich der falsche Begriff, denn ein Fahrrad hat kein Lenkrad, sondern einen Lenker. Er wird aber auch bei Motorrädern gerne verwendet. Richtiger ist Lenkschloss oder vielleicht Wegfahrsperre.

Jedenfalls sorgt ein abschließbarer Bolzen dafür, dass der Lenker an einer „Nase“ am Steuerrohr anschlägt und nicht gerade gestellt werden kann. Damit man den Bolzen ausfahren kann, muss das Vorderrad nach rechts gedreht werden. Siehe Bild „fahrrad lenkradschloss (1)“. In offenem Zustand und bei Geradeausfahrt überdeckt die „Nase“ den eingezogenen Bolzen. Siehe Bild „fahrrad lenkradschloss (2)“.

Buntes Fixie

Es gab da mal einen Anbieter, bei dem man sein Fixie farblich beliebig zusammenstellen konnte. Jedes Teil in einer anderen Farbe, wenn man das denn wollte. Hier ist ein Ergebnis dieser großen Farb-Auswahl.

Es werden immer mehr

Fahrradparken am Augsburger Hauptbahnhof. Immer mehr Augsburger Pendler radlen zum Bahnhof. Auch einige Motorroller sind dabei. Die Fahrräder stehen dicht an dicht in mehreren Reihen. Manchmal – bei starkem Wind – fallen sie um wie Dominosteine.

Heute nur Bilder

Temporäre Kunst

sandfahrrad

Dieses „Kunstwerk“ hielt nur eine Nacht. Die Landschaftsbauer haben den Boden bereits für das Pflaster vorbereitet. Der Sand dient als Untergrund für die Granitplatten. Sie werden sich am nächsten Morgen nicht gefreut haben. Dafür der ein oder andere Nachtschwärmer.