sich nicht komplett fühlen (Autosucht)

nicht ohne mein Auto

In einer Facebook-Diskussion hat ein User über Menschen und ihre Autos geschrieben: „[die Leute werden nicht auf ihr Auto verzichten,] ohne das sie sich nicht mehr komplett fühlen„.

Es ist tatsächlich so, dass der Besitz eines Autos – wenn man sich einmal an sein Auto gewöhnt hat – zu einem Teil des Menschen wird, zu einem Teil seiner Existenz. Ich kann das an zwei Beispielen verdeutlichen:

  • Ich erinnere mich noch gut daran, was es für die Familie bedeutete, als das Familienauto 1986 oder 1987 einen Motorbrand hatte und der neue Wagen 8 Wochen Lieferzeit. Das war ein schwerwiegender Einschnitt in den Alltag. Das Fahrrad hat damals geholfen und die Zeit überbrückt. Dennoch war es eine Zeit mit Einschränkungen, weil die Alternativen nicht gewohnt und eingeübt waren.
  • Vor fünf Jahren habe ich mein Auto aufgegeben und lebe seitdem eben ohne Auto. Anfangs hatte ich ab und zu dieses Gefühl, dass etwas fehlt, nicht komplett ist. Aber das wandelte sich. Inzwischen fühle ich mich frei. Stattdessen bedrängt es mich, wenn ich daran denke, noch einmal ein Auto zu besitzen/besitzen zu müssen.

Man kann die Abhängigkeit brechen.

 

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