Archiv für den Monat April 2013

Popnieten-Aluanhänger

Ein selbst gebauter Aluminium-Anhänger. Zusammengebaut unter anderem mit Popnieten. Stabil, leicht, einfach zu verarbeiten.

Elektro-Bullitt

Das Bullitt als Pedelec gibt es meines Wissens nicht direkt vom Hersteller. Wer eins haben möchte, kann sich an Nachrüster wenden. Dieses weiße Bullitt wurde von der Augsburger Radstation aufgerüstet und ist nun im Dienst des Augsburger Fahrradkuriers Radexpress Augsburg unterwegs. Basis für den Umbau war ein Rahmenkit vom Hersteller, der mit Komponenten eines anderen E-Bikes komplettiert wurde. Es kann billiger sein, ein neues E-Bike auszuschlachten, als die Elektrokomponenten einzeln zu kaufen. Ein sauber ausgeführte Arbeit. Das Bullitt geht raketengleich und geschmeidig ab, ich durfte es testen …

Japans Fahrradgräber

Adrian war in Japan und hat dort Fahrradschrottplätze fotografiert, wie es sie bei uns nicht gibt. Da blutet einem das Herz, wenn man sieht, was da alles auf den Haufen liegt.

Adrian hat dazu mehr geschrieben: http://adrianmachtwas.blogspot.de/2013/02/grab-der-fahrrader.html

Vielen Dank, dass ich die Fotos bloggen darf, Adrian.

Es ist nicht das wonach es aussieht

einsames Rad

Ab und zu sieht man einsame Fahrrad-Vorderräder am Wegesrand, die mit einem Fahrradschloss gesichert sind. Man denkt sofort: „das wurde geklaut, weil es nicht sicher befestigt war, zum Beispiel am Rahmen“.

Halt, es gibt noch eine andere Erklärung, und das ist eine wahre Geschichte: Der Besitzer ist mit dem ausgebauten Vorderrad auf dem Weg zum Fahrradladen und muss vorher noch schnell eine Besorgung machen. Um das Laufrad nicht mit ins Geschäft zu nehmen, schließt er es einfach davor an.

Fendt-Fahrrad aus der Traktorenfamilie, mit Kardan

Ein Verwandter der Traktoren-Fendts hat ein Kardanfahrrad entwickelt. 1979 enstandt die Idee, 1981 erfolgte die Erstauslieferung.

Das optimierte und von Kinderkrankheiten befreite Fendt Cardano Comfort erschien 1982. Insofern ist das Datum auf der Tafel des Augsburger Fahrradmuseums nicht ganz richtig, denn es nennt als Baujahr 1979, als noch keine Serienfertigung bestand.

Eine ganz tolle Infoseite mit vielen Details zur Firmengeschichte bietet http://www.fahrradsammler.de/index.php?article_id=17. Mit einer Anekdote zur geplatzen Patentanmeldung durch Fendt, weil das Patent bereits 100 Jahre früher eingereicht wurde und damit die Erfinderträume zerplatzen.

Hocker

Ein handgemachter kleiner geflochtener Hocker aus Nepal. Mit einem alten Fahrradschlauch als rutschhemmender und schmutz-unempfindlicher unterer Umrandung. Auf dem Schlauchstück steht „Hindustar“. Diese Korbhocker aus Schilfrohr sind hierzulande auch über spezialisierte Shops in drei Größen bestellbar, ca. 7,50 bis 12,50 Euro, allerdings ohne Fahrradmantel als Schutz, sondern mit Nyloneinfassung (Kunstfaser).

Uniform

Zu diesem Post habe ich kein Bild. Aber eine Beschreibung. Von dem typischen Fahrradpendler. Mir ist aufgefallen, dass sich die Outfits immer mehr angleichen. Ich versuche das zu charakterisieren:

  • schwarzes Fahrrad, bevorzugt Trekking-Bike, federgegabelter Alurahmen, Stahl für die Connaisseure
  • dunkle Hose, schwarze Allwetterjacke. Funktions(-überzieh)hose im Winter
  • moderner Helm, gerne mit Crossblende. Oder ein Helm, der wie eine Mütze aussieht, für die Trendies
  • Warnweste (gelb und orange gleich verteilt)
  • Nabendynamo und Standlichtfunktion
  • Beim Parken wird der Helm am Fahrrad gelassen
  • Bügelschloss

Geht die Fahrt über ungeteerte Wege, wandelt sich das Bild hin zu Mountainbike und Radfahrer-Leggins. Die Jacken sind bunter und enger geschnitten. Softshell oder Windbreaker. Fahrrad-Schuhe und Klickpedale.

Selten ist der Pendler in Alltagskleidung oder sogar feinem Anzug unterwegs. Weil das nicht funktional ist. Dabei wäre es so chic: www.copenhagencyclechic.com. Gut, dass die Damen ein klein wenig mehr Stil wagen, so zumindest mein Eindruck.