Spucki-Konflikte

Spucki (1)

Wer kennt Spuckis? Wer hat schon welche auf Autoscheiben geklebt?

Das macht Spaß, hat etwas von Selbstjustiz. Ist nicht strafbar, hinterlässt keine Schäden und fällt auf. Jedoch: es provoziert sehr, wenn der Autofahrer hinzukommt. Es ist ein Übergriff auf fremdes Eigentum, es wird zumindest so empfunden. Ich kenne zwei Fälle, bei denen die Polizei zumindest telefonisch involviert wurde, weil der Autofahrer sich mächtig aufgeregt hat. In einem Fall der Radler, weil sein Rad festgehalten und er bedroht wurde, im anderen Fall der Autofahrer aus Vergeltungswille. Wegen des Aufklebens hat die Polizei nichts unternommen. Die wissen, was Spuckis sind und wie sie rechtlich einzuordnen sind. Natürlich gefällt es den Polizisten nicht, sich um so einen Vorfall zu kümmern: „warum kleben Sie etwas auf fremde Autos? (gereizt-genervt-arrogant“).

Die Spuckis sind nach kurzer Trocknungszeit erstaunlich klebefähig. Um sie zu lösen, müssen sie durchfeuchtet werden. Das bringt mich zur Alternative, die etwas abgemildert ist: den Aufkleber nicht anlecken, sondern unter den Scheibenwischer klemmen. Klar, die Wirkung ist kleiner, das Konfliktpotential aber auch. Die Entscheidung ist halt von der Situation anbhängig. Wenn der Autofahrer weit und breit nicht zu sehen ist, kann ein bisschen Spucke ja nicht schaden, damit der Wind den Zettel nicht wegweht.

Übrigens: Spucke ist DNA. Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, sollte also körperfremde Flüssigkeiten zum Anfeuchten benutzen.

Mehr zu Spuckis: Spuckis – Aufkleber zum Anlecken

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