Fahrradträume

schäfchen traum

Ich träume manchmal vom Fahrradfahren. Einen konnte ich mir merken:

Ich fahre kreisend über einen städtischen Platz, es könnte der Augsburger Rathausplatz oder der Leipziger Augustusplatz sein. Hier und da flanieren Menschen, einzeln oder Paare. Ich fahre Slalom zwischen ihnen hindurch. Ein fließende Bewegung, harmonisch und rund. Ich möchte bremsen. Die Bremshebel lassen sich weit zum Lenker ziehen, ganz weich. Die Bremswirkung schmilzt dahin. Ich rolle immer noch. Jetzt bleibt meine Geschwindigkeit konstant. Sie steigt sogar durch die Kurvenfahrt. Ich bin nun gezwungen, unbedingt einen Weg durch die Passanten zu finden. Das gelingt mir einige Minuten mühelos, ich fahre wie im Rausch. Immer schneller und verrückter wird meine Fahrt. Der Traum wandelt sich:

Ich habe eine Gruppe anderer Fahrradfahrer entdeckt. Ich verlasse den Platz und schließe mich ihnen an. Wir fahren entlang einer großen innerstädtischen Straße an einem hölzernen Bauzaun entlang, der mit Plakaten beklebt ist. Wir radeln jetzt auf dem Fußweg. Er besteht aus großen Steinplatten. Zwischen den Fugen wächst Unkraut. Der erste der Gruppe stoppt. Ein Stück des alten Zauns lässt sich nach oben klappen. Wir schieben unsere Fahräder hindurch. Die Fahrräder, die nicht durch die Zaunlücke passen, werden darüber gehoben. Über einen gepflegten Rasen gelangen wir auf die Terrasse eines Gebäudes, das wie ein Sportheim aussieht. Auf der mit Granitfliesen bedeckten Fläche stehen Tische und Stühle, auf denen sich die etwa 30 Männer und Frauen niederlassen. Die Fahrräder der anderen werden begutachtet. Plötzlich liegen alte Wolldecken über den Rädern, eine Art Dach entsteht. Die Decken sollen die Fahrräder vor neugierigen Blicken und dem Regen schützen. Eine Unterhaltung beginnt. Der Traum bricht ab. Ich werde wach.

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