Archiv für den Monat Februar 2013

Ventil außen

Fahrradschlauchventil ventil außen (2) ventil außen (3)

Bei den meisten Fahrradschläuchen sitzt das Ventil innen. Es soll ja nach innen in das Felgenloch gesteckt werden. Bei diesem und wenigen anderen Exemplaren zeigt es nach außen. Seltsam.

 

Kleber anzünden

rotrand

Reifenflicken Zaubertrick: Kleber (Vulkanisierflüssigkeit) anzünden. Dann ist die Flüssigkeit sofort trocken und bereit für den Flicken. Das Lösungsmitel verbrennt in Sekunden mit harmloser kleiner Flamme. Es sieht so aus wie ein angezündeter Schnaps.

Diesen Kniff habe ich kürzlich gelernt. Und noch einiges mehr zum Flicken eines Schlauchs. Dabei dachte ich, das kann ich schon. Ich habe zu dick aufgetragen (den Kleber). Und zu schnell den TipTop-Rotrandflicken aufgeklebt. Um ihn festzupressen, habe ich bisher meine Finger benutzt. Man kann auch einen Löffel darüber abrollen. Oder den Gummiteil eines  Gummihammers. Jedenfalls nicht schludern, sondern alle Schritte sorgfältig ausführen – beginnend mit dem Aufrauen der Schlauchoberfläche mit dem Schleifpapier. Damit nicht nur jeder zweite, sondern alle Reparaturen funktionieren. Das erspart doppelte Arbeit.

Nachtrag: bei weiteren, eigenen Versuchen hat der Kleber nicht gezündet, als ich das Feuerzeug daran gehalten habe. Vielleicht habe ich zu lange gewartet.

Flüchtlinge und Fahrradfahren

velo augsburg

Für Asylanten hat ein Fahrrad – funktionierend – eine große Bedeutung für ihre Lebensqualität. Sie müssen Ämter erreichen. Sie können mehr kulturelle Angebote nutzen. Sie nehmen am öffentlichen Leben teil. Mit einem Anhänger können sie Besorgungen machen. Auch die Kinder in Flüchtlingsfamilien profitieren von eigenen Fahrrädern und der Mobilität der ganzen Familie.

In Augsburg gibt es einige Initiativen für Flüchtlinge. Zwei davon, die beim Thema Fahrrad kooperieren, stelle ich hier per Link vor:

http://velo-augsburg.de/
http://bikekitchenaugsburg.wordpress.com/2013/01/17/viele-fluchtlinge-als-gaste/

Fahrradretter

Ich bin es nicht. Wer möchte dieses Fahrrad retten, und warum? Die Telefonnummer schimmert zwar durch, ist aber nicht 100%ig zu erkennen. Die Motivation des Retters wäre interessant. Ob ich tatsächlich anrufen und nachfragen würde? Vielleicht ist es doch nicht so wichtig…

Danke Stefan für die Fotos.

Alu-Style


Nicht Gangnam-Style, sondern Alu-Style. Auf einem Stahlrahmen, der klassischer nicht sein könnte. Das war wohl die Zeit, als Alu-Fahrräder populär wurden. Und BAUER Angst hatte, sein Damenrad nicht mehr an die Frau zu bekommen. Es sei denn, der Hersteller nennt sein Modell ganz einfach Alu-Style. Wobei außer dem Namen nicht viel auf einen größeren Gebrauch des Werkstoffs Aluminium hinweist. Na gut, die Felgen sind aus Aluminium …

Wie wäre es mit Japan?

japan

„Wie wäre es mit Japan?“ hat mir Adrian geschrieben und Bilder aus Japan geschickt. Dort lebt er ab 2013 längere Zeit.

Die Bilder sind hier zu sehen: http://adrianmachtwas.blogspot.de/2013/01/schrages-japan-fahrrad.html

Interessant finde ich, was er und seine Blogkommentatoren über japanische Fahrradfahrer und ihre Räder schreiben:

  • Die Fahrräder haben viel zu tiefe Sättel und wenn vorhanden eine rostige Kette.
  • Man kann auch immer wieder Fahrräder mit Zahnriemen oder Kardan als Antrieb sehen.
  • Auch von Luft aufpumpen haben Sie wohl noch nie etwas gehört. Bis auf einige wenige dann aber gepflegte Rennräder fahren hier alle mit plattenartig wenig Luft rum.
  • Sicherheit ist gar kein Thema. Die Leute schließen ihr Rad sowas von unsicher an, dass würde bei uns keine Stunde stehen.
  •  …. dürfen hier Fahrräder aber nicht mit in den Zug genommen werden. Darum haben viele Japaner zwei oder mehr Räder. Diese Fahrräder bleiben oft einfach stehen und werden dann nach einiger Zeit vom Campus gesammelt und verschrottet.
  • Fahrräder haben so gut wie nie Licht, obwohl es viel früher dunkel wird.
  • Fahrräder fahren (müssen fahren) in der Stadt immer auf dem Gehweg.
  • Daß die Ketten alle rostig sind, dürfte ganz einfach an dem enorm feuchten Klima liegen.
  • Die Sättel sind so tief, weil Japaner sehr kurze Beine haben. Meine Frau, die für eine Japanerin sehr groß ist, kommt mit unserem 26 Zoll Tandem nicht zurecht, obwohl ihr Sattel schon so tief wie irgend möglich geschraubt ist.
  • Mützen trägt hier keiner, und auch Helme nicht. Das ist wohl westlicher Schnickschnack.
  • … sind die Sättel hier SO tief, dass alle auf den Rändern sitzen, wie „Affe auf Schleifstein“.

Danke, Adrian!