Frustrierend

Heiner Monheim* ist ein deutscher Verkehrswissenschaftler, Geograph und Professor. Bereits 1990 hat er ein Buch veröffentlicht: Straßen für alle. Analysen und Konzepte zum Stadtverkehr der Zukunft. Darin beschreibt er, wie die Autolawine unsere Städte in immer größere Verkehrs- und Umweltprobleme stürzt und wie die Alternativen aussehen könnten.

Es ist also schon lange bekannt, dass sich das Auto wie ein Virus verbreitet und in unseren Städten negative Folgen für  unsere Gesundheit und Lebensbedingungen hat. Eine Generation hat bereits dagegen gekämpft. Mit nur wenig Erfolg. Das kann frustrierend sein. Sollte es aber nicht. Veränderung braucht Zeit, besonders die gesellschaftliche. Die öffentliche Diskussion und Wahrnehmung entwickelt sich weiter.  Aus Ökospinnern werden Vordenker. Wenn nicht heute, dann morgen oder übermorgen. Schneller verändert sich der Mensch bzw. die Gesellschaft nur in einer ernsthaften Krise. Da ist mir der „stete Tropfen höhlt den Stein“-Weg lieber …

*Heiner Monheim setzt sich für umweltfreundliche und stadtverträgliche Verkehrskonzepte und Planungsstrategien ein und tritt dafür bei Bürgerinitiativen und Verbänden öffentlich auf. Er gehört zu den Kritikern der Massenmotorisierung und der Autoindustrie und autofixierten Verkehrspolitik in den westlichen Ländern. Er hat Konzepte zur Förderung des Fußgängerverkehrs, Fahrradverkehrs und öffentlichen Verkehrs entwickelt und leistete damit Beiträge zur Entwicklung des Konzepts der sanften Mobilität.

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