Archiv für den Monat Dezember 2012

Pause

Kurze Blogpause: ich hatte bisher immer Artikel auf Vorrat gespeichert, die zuverlässig jeden Werktag diesen Blog befüllt haben. Dieser Vorrat ist jetzt leergelaufen. Ich werde ihn wieder auffüllen. Bis dahin: Pause. Ich schätze, dass es ca. ab dem 10. Januar weitergeht …

Extreme Haifischzähne

Haifischzähne nennt man Kettenblatt- und Zahnkranzspitzen, wenn sie stark abgenutzt sind. Weil sie diese charakteristische Form annehmen: unten noch breit, nach oben hin spitz. Dieses Sram-Exemplar ist wirklich bemerkenswert. So eine starke Abnutzung habe ich vorher noch nie gesehen. Die einzelnen Ritzel eignen sich höchstens noch als Christbaumschmuck für Fahrradenthusiasten.

haifischzähne sram haifischzähne kassette haifischzähne Ritzelpaket haifischzähne (1)

Kniewärmer, selbst gehäkelt

Es ist wichtig, die Knie warm zu halten. Beim Fahrradfahren sind sie einer ständigen Bewegung und Belastung ausgesetzt. Sie liegen im Fahrtwind und kühlen schnell aus. Dadurch sinkt die Schmiereigenschaft der körpereigenen Flüssigkeiten und Knorpel im Knie. Schmerzen im Knie und Verschleiß des Gelenks und seiner Weichteile sind die Folge. In jungen Jahren merkt man das nicht. Im Alter wird man schlau und sorgt vor: mit selbst gehäkelten Kniewärmern.

kniewärmer fahrrad (1) kniewärmer gehäkelt

Lustiger, unfahrbarer Schwingsattel

Rikschasattel (2) Federsattel (3) alter sattelSchwingsattel (1)

Dieser Fahrrad-Sattel stammt von einer alten selbst gebauten Rikscha. Die großen Federn sind so weich, dass er sich bei Körper-Belastung sofort zur Seite neigt. Während des Fahrens ist man ständig damit beschäftigt, den Oberkörper gerade zu halten. Wie ein Schluck Wasser in der Kurve.

Bemerkenswert ist die verrostete Drahtbefestigung des Überzugs. Alles solide Sattlerarbeit.

Bolzenschneider

bolzenschneider

Woran denkt der Fahrradfahrer, wenn er einen Menschen mit einem Bolzenschneider in der Hand oder unter der Jacke sieht? FAHRRADDIEB!

Ich weiß nicht, wie Fahrraddiebe arbeiten, aber wahrscheinlich selten mit einem großen Bolzenschneider. Vielmehr hilft er beim Zerlegen eines Fahrrads, Kürzen von Schloßketten, Öffnen von Schlössern mit abgebrochenem oder verlorenem Schlüssel und anderen Aufgaben.

Es gibt da natürlich noch die BLF, die „Bike Liberation Front“. Aktivisten, die es sich zum Ziel gemacht haben, Fahrräder zu „befreien“. Fahrräder, die an- und abgeschlossen sind, aber erkennbar von den Besitzern aufgegeben wurden. Diese Fahrräder zu retten, ist das Ziel der BLF. Nicht legal, aber unter Umständen sinnvoll. Denn aufgegebene Fahrräder werden früher oder später unrettbar vandalisiert oder von städtischen Mitarbeitern entfernt, verschrottet oder bestensfalls versteigert.

Innenlager from hell

Ein Innenlager aus einer alten Eigenbau-Rikscha. Demontierbar nur mit roher Gewalt. Das massive Kettenblatt war auf die Welle aufgeschraubt. Die Lagerschalen waren ebenfalls eingeschraubt, nicht eingepresst. Wer kennt diesen Tretlager-Typ?