Straßenrandreparaturen

Stell Dir vor, dein Fahrrad ist kaputt. Du wohnst in der Innenstadt, kleines WG-Zimmer ohne Keller. Du willst das ausgeschlagene Innenlager wechseln. Und die krumme Gabel tauschen. Was liegt da näher, als die Arbeiten einfach auf dem Fußweg zu erledigen. Ist doch kein Problem, oder?

Doch, das kann zum Problem werden. Wenn der griesgrämige Nachbar etwas dagegen hat und das Ordnungsamt informiert. Die Beamten haben keine andere Wahl, als das Treiben zu untersagen. Das liegt an den Straßen- und Wegegesetzen der Bundesländer.

In Bayern ist das das Bayerische Straßen- und Wegegesetz (BayStrWG).  Dort steht in „Abschnitt 3 Gemeingebrauch und Sondernutzung, Art. 14 Gemeingebrauch:

(1) 1 Die Benutzung der Straßen im Rahmen ihrer Widmung für den Verkehr (Gemeingebrauch) ist jedermann gestattet. 2 Es ist kein Gemeingebrauch, wenn jemand die Straße nicht vorwiegend zum Verkehr, sondern zu anderen Zwecken benutzt.“

Die Behörde wird mehrere Gründe für das Verbot vorbringen können: Verschmutzungen der Straße z.B. durch Öl, evtl. sogar Luftverschmutzung (Lösungsmittel beim Lackieren) und Behinderungen anderer Verkehrsteilnehmer.

Das klingt für Dich hauptsächlich nach einem Problem von Autoreparaturen? Richtig. Aber es gilt theoretisch auch für Fahrradreparaturen. Nicht davon betroffen sind Notreparaturen, die mit einem mitgeführten Werkzeugset durchgeführt werden, um die Fahrtüchtigkeit nach einem Defekt wiederherzustellen. Der Klassiker ist das Flicken einer Reifenpanne.

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