Autonormalverbraucher

Vom „Otto Normalverbraucher“ zum „Autonormalverbraucher“. Die Konsumwelt ist für den automobilen Verkehr ausgelegt: ohne Auto kein Normalverbraucher. Das Automobil wird zur Konsummaschine. Deshalb kämpft nicht nur die Autolobby für den motorisierten Individualverkehr. Auch der Stadtrand-Einzelhandel lebt von diesem Mobilitätskonzept. Der Innenstadt-Handel klammert sich an Parkhäuser und die wenigen noch existierenden Parkuhr-Parkplätze.

Manche Produkte sind – in der heutigen städtischen Struktur – mit dem Fahrrad oder zu Fuß nicht sofort verfügbar. Aus Distanz- oder Kapazitätsgründen. Keine Spontankäufe bedeuten weniger Überfluss. Der Kopf wird frei für sinnvollen Konsum. Geschwindigkeit und Reichweite sind niedriger, der geforderter Körpereinsatz höher. Zusammen mit kleinerer Auswahl und verzögerter Verfügbarkeit schärft das den Blick für den Wert eines Gutes. Weniger Konsum bedeutet mehr freie Zeit.

Der Autonormalverbraucher und seine Konsummaschine: überflüssige Investition für Überfluss-Investitionen.

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