Archiv für den Monat Oktober 2012

Stand Up Paddle Board Trailer

Für das Stehpaddeln (oder SUPen, Stand-Up-Paddle-Surfing) braucht man recht voluminöse Surfboards. Die müssen transportiert werden. In einen Golf passen die nicht rein. Warum also nicht mit dem Fahrrad?

Ein Freund hat mir diese interessanten Bilder mit seiner Beschreibung geschickt:

„Heute am Ammersee gesehen: Langholzanhänger für den Transport von Surfbrettern. Auch ein nettes Beispiel von Upcycling. Transportiert wurden wohl 2 Surfbretter von „Stand-Up“-Paddlern. Habe jedenfalls 2 auf dem See gesehen.
Der Gewinde-Flansch am vorderen Ende des Edelstahlrohrs weist auf eine Herkunft aus einer Molkerei o.ä. hin. Hinten ein (ehemaliger) Roller mit quer angeschweißter Hinterradaufhängung.

Die Boards werden wohl schräg hochkant auf dem Auflieger gelagert. Interessant der negative Sturz der Räder. Die Gabel ist noch drehbar, das „Vorderrad“ richtet sich durch den „Teewageneffekt“ nach der Fahrtrichtung aus.“

Was ist der Teewageneffekt? Ich verstehe es so: wenn das Laufrad an einem Drehpunkt befestigt ist, der in Fahrtrichtung VOR der Achse liegt, richtet sich das Rad automatisch in Fahrtrichtung aus. Wie beim Einkaufswagen. Das funktioniert auch beim Rückwärtsfahren, wenn der Drehpunkt um 360 Grad drehbar ist. Er richtet sich selbst so aus, dass die Achse immer hinter ihm liegt.

Günstige gebrauchte Fahrräder in Augsburg

  • Wenig Geld?
  • Kinderfahrrad, einfaches Alltagsfahrad, Winterfahrrad, Bahnhofsfahrrad oder Zweitfahrrad gesucht?
  • Oder eigens altes (kaputtes) Fahrrad sinnvoll verwerten?

Augsburg bietet einige Möglichkeiten, an ein günstiges Rad zu kommen:

„Kette und Kurbel“:

-> Memminger Straße 6, im Innenhof  (Hinterhaus).

Kette und Kurbel ist ein gemeinnütziges Beschäftigungs- und Qualifizierungsprojekt für Arbeitslosengeld-II-Empfänger (Hartz IV) mit 24 Arbeitsplätzen.

Diese verkaufen gebrauchte Fahrräder für 30 bis 70 Euro an jedermann, für Bedürftige sogar ab 10 Euro. Dafür reparieren Sie die Fahrräder bzw. bauen aus mehreren alten Fahrrädern ein funktionierendes Rad zusammen.

Kette und Kurbel Augsburg

Kette und Kurbel Augsburg

Die alten Räder kommen von den Wertstoffhöfen und Schrottsammelstellen oder von Hausverwaltungen, die Gemeinschaftskeller ausmisten. Auch ausgemusterte Räder aus Privathaushalten werden direkt in der Memminger Straße angenommen oder abgeholt.

Öffnungszeiten:
Mo-Do 8-12 und 12.30-15 Uhr,
Fr. 8-12 Uhr  (ohne Gewähr).
Kontakt: (0821) 450 87-15.

Mehr Infos gibt es bei der BIB (Gesellschaft für Bildung, Integration und Beruf – die BIB Augsburg gGmbH www.bibaugsburg.de).

Rabatte: Studenten, Hartz-4-Empfänger, Rentner mit Grundsicherung und andere Bedürftige bekommen günstigere Konditionen. Am besten vor Ort nachfragen und Nachweise mitbringen.

Gebrauchteile: Kette und Kurbel plant, gebrauchte Fahrradteile zu verkaufen. Derzeit werden keine abgegeben. Kette und Kurbel bietet aber keinen Reparaturservice an.

Weitere Möglichkeiten für günstige Räder

Gebrauchtrad-Markt:

Einen Gebrauchtrad-Markt (kaufen oder selbst verkaufen) gibt es monatlich beim www.gehl-rad-center.de in Augsburg (nicht im Winter).

Fahrrad-Versteigerung:

das Leihamt der Stadt Augsburg versteigert mehrmals jährlich Fundräder. Termine hier: http://www2.augsburg.de/index.php?id=10105

Gebrauchträder auf Flohmärkten:

Auch auf Flohmärkten werden Gebrauchträder und Zubehör/Ersatzteile angeboten.  Eine Übersicht über einige Augsburger Flohmärkte gibt es hier: https://a2011.wordpress.com/2009/05/11/flohmarkte-in-augsburg/

Bikekitchen:

Die Augsburger Fahrradselbsthilfewerkstatt Bikekitchen hat regelmäßig ein paar Fahrräder gegen Spende abzugeben: http://bikekitchenaugsburg.wordpress.com/

Abbé-Pierre-Zentrum:

Einmal jährlich (Frühjahr) Fahrrad-Verkaufsbazar für Verkäufer und Käufer auf Komissionsbasis. Ca. 80-100 Räder. http://www.der-sozialmarkt.de/52297.html. Evtl. auch Verkauf einzelner Fahrräder außerhalb dieser Veranstaltung auf Anfrage (ohne Gewähr).

Sozialkaufhäuser:

Die Augsburger Sozialkaufhäuser haben ab und zu Fahrräder im Angebot:

Contact: http://www.contact-in-augsburg.de/Startseite.xhtml

Sozialkaufhaus: http://www.sozialkaufhaus-augsburg.de/

Caritas: http://www.der-sozialmarkt.de/10677.html

Altes Fahrrad zu verschenken?

„Kette und Kurbel“ und die Bikekitchen nehmen jede Spende an. Für die Sozialkaufhäuser sind Fahrräder in sehr schlechtem Zustand nicht geeignet, da sie nicht über eine spezialisierte Werkstatt für Instandsetzungen verfügen.

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Veranstaltungshinweise:

Critical Mass, die monatliche Fahrraddemo in Augsburg:

http://cmaugsburg.wordpress.com/

https://a2011.wordpress.com/2010/07/13/critical-mass-in-augsburg-%E2%80%93-umkehr-der-verhaltnisse/

Visitenkartenrad

Visitenkarten aufbewahren und die Wohnung mit einem netten Accessoire schmücken: das Visitenkartenrad.

  • Einen Winkel nochmal abknicken.
  • Eine Nut reinfräsen.
  • Laufrad einsetzen.
  • Als Schmuck einen Sattel dranhängen.

130 Kilo

130 Kilo Metallschrott, transportiert auf einem aus Schrott selbst gebauten Fahrradanhänger, der ohne Schweißstellen konstruiert und verschraubt wurde.

Das Unicef-Fahrrad

Von Indien nach Afrika – über Deutschland.

Die Unicef schickt monatlich 500 Fahrräder nach Afrika. Damen- und Herrenmodelle. Basis ist das klassische Indienrad. Die Firma Speedliner Mobility bekommt es als Bausatz, in Deutschland wird es montiert. Es wird nicht an Endkunden verkauft. Schade, es wäre ein günstiges Fahrrad. Diese Indienräder sind hierzulande für ca. 200 Euro zu bekommen. Siehe „Indienrad„. In der Unicef-Größenordnung liegt der Preis aufgrund der hohen Stückzahl noch darunter.

Diese Fahrräder haben nicht den heutigen westeuropäischen Standard. Das ist aber gut so, denn deshalb sind sie einfach zu pflegen und zu reparieren.

Das ist Globalisierung: vom Indienrad über Europa zum Afrika-Fahrrad. Der Hersteller der Fahrräder: Avon cycle – „Largest Cycle Manufacturer Exporter from India“ http://www.avoncycles.com.

Für 77 Euro kannst Du eines dieser Fahrräder für Afrika spenden. Per Klick: https://www.unicef.de/spenden-helfen/spendenshop/fahrrad-gesundheit/

Und so sieht es im Einsatz aus:

Postbiking

Auf einer Arbeitssicherheitsmesse habe ich diesen Stand entdeckt: „The evolution of postbiking“ (Firma Speedliner Mobility). Postbiking ist dem Endverbraucher nicht geläufig. Dennoch: der B2B-Markt für Fahrräder für Zustelldienstleistungen und Betriebsfahrräder scheint groß zu sein und auch zu bleiben. Einige Zustelldienste testen derzeit große Lastenfahrräder sogar für die Paketzustellung in Stadtzentren.

Beeindruckend an den Postfahrrädern sind die großen und stabilen Gepäckträger. Der vordere Träger auf dem Bild ist leider nicht einfach nachrüstbar, er benötigt eine angeschweißte Aufnahme. Für hinten gibt es große Plattformgepäckträger zum Anschrauben, bei diesem Hersteller jedoch auch an speziellen Aufnahmen.

Ich kann mir vorstellen, dass für Nachrüstlösungen im Consumer-Bereich ein Markt entstehen könnte. Es gibt bereits ein paar Beispiele, die zurzeit als Trendlösungen angeboten werden: z.B. der verchromte vordere Gepäckträger für stilbewußte Stadtmenschen von copenhagenparts. Für den Ottonormalverbraucher im Standardzubehör-Fachhandel ist aber noch nichts im Angebot.

Mal sehen, ob das noch wird: vom postbiking zum postfossil-biking.

Der siebte Sinn

Man sollte auf ihn hören, seinen „siebten Sinn“. Dass es eng wird, merkt man ab und zu schon am Motorengeräusch eines von hinten kommenden Autos. Oder man hat bei einem LKW bereits aus der Ferne das schlechte Gefühl, dass der Fahrer nicht auf Fahrradfahrer achtet. Oder es liegt an der unglücklichen Straßenführung, dass blöder Ärger mit anderen programmiert ist.

Solche Ahnungen werden aus Erfahrung gespeist. Jeder hat ihn, diesen siebten Sinn (Manche nennen ihn auch sechsten Sinn). Mach ihn Dir bewußt und nutze ihn, um gefährliche Situationen zu vermeiden. Schärfe alle deine Sinne. Versuche Situationen vorauszusehen.