Archiv für den Monat Februar 2012

Was noch fehlt im Blog

Ich zeige Fahrräder im Blog. Ich habe Bezug genommen zu Automobilen. Was fehlt noch? Motorräder!

Unfallfotos sieht jeder gerne. Ich bin zweimal gegen ein stehendes Hindernis gefahren:

Die Maschine habe ich noch. In 2011 bin ich zweimal je eine Stunde gefahren. Bei der zweiten Fahrt fiel ein Zylinder aus. Seitdem steht sie abgedeckt im Hof …

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Einrad

Ich hatte die 12jährige Nachbarin beim Einradfahren-Üben getroffen. Ich durfte es selbst probieren. Es ging natürlich schief. Aber mein Interesse war geweckt. ICH WOLLTE DAS AUCH KÖNNEN.

Ich kaufe mir ein Erwachsenen-Einrad, kuckte viele Videos, las Tipps und legte los:

  • mit dem Rücken an der Hauswand aufsteigen und losfahren, für die ersten Kurbelumdrehungen.
  • an der Einkaufswagenstange sonntags auf dem Supermarktparkplatz trainieren (hat nicht gut funktioniert).
  • in warmen Sommernächten auf dem beleuchteten Industriegelände an einem Geländer festhalten.
  • Bei Regen in einer leeren Parkhausebene fahren.

Tja, das Einradfahren lernt man nur mit üben, üben, üben. Bis die Bewegungsabläufe im Gehirn eingeschleift sind. Ich haben einen Sommer lang trainiert:

  • Ich schaffe es, zuverlässig 100 Meter geradeaus und ein paar Kurven zu fahren.
  • Ich kann nicht frei (ohne festhalten) aufsteigen. Ich kann nicht auf der Stelle „pendeln“.
  • Ich habe Schmerzen auf dem Sattel und keine Lust mehr, mit weicheren Sätteln und gepolsterten Radlerhosen zu experimentieren.

Inzwischen bin ich auf Slacklining umgestiegen. Wer denkt jetzt, Einradfahren sei nichts für Erwachsene? Auf der Radlnacht war ein Einradfahrer mit schnellen 36-Zoll-Einrad einer der Stars.

Wackelradrodeo

Eine Tischdekoration. Ein Staubfänger. Ein Balancespiel.

Aus der Zeit, in der Kugelstoßpendel auf jedem zweiten Schreibtisch standen.

Fahrradunfälle

Ich war mit dem Lastenanhänger unterwegs, bergab auf Split. Als Geisterradler auf dem innerstädtischen Radweg. Eine ältere Dame radelte mir unbekümmert in einer engen, schlecht einsehbaren Kurve entgegen. Na sowas. Ich bremste, der Anhänger schob, das Gespann klappte wie ein Schweizer Taschenmesser zusammen. Ich stürzte rücklings in den Anhänger. Sehr peinlich. Die Hose ging kaputt.

Ich fuhr in die Einfahrt eines Wohnblocks. Dabei übersah ich den massiven mittleren Bodenanker des schweren Hoftors. Ich schlug in Sekundenbruchteilen auf dem Asphalt auf. Erst jetzt erkannte ich, was mich wie ein Anker gestoppt hat. Die Hose war kaputt, das Knie blutig.

Ich hatte Glück bisher. Nur eigene Dummheit.

Ich sah einen Bekannten unfreiwillig unter einen grünlichen Renault geraten. Das sah schlimm aus. Ich hörte von einer dummen Stoßstange, die den Knochen einer Kollegin gebrochen hat. Ich war Ersthelfer bei „PKW schubst Rad“, mit inneren Brustverletzungen der Radfahrerin.

Toi toi toi. Bisher blieb mir schwerer Schaden erspart.

Erstaunlich – Meister auf zwei Rädern

Wahnsinn! Ich habe es tatsächlich vergessen. Ich war vor langer Zeit schon einmal leidenschaftlicher Fahrradfahrer: von 4 bis 18 Jahre. Ich kann es sogar beweisen. Ich habe an mehreren Wettkämpfen teilgenommen: jährlich beim Fahrradturnier „Wer ist Meister auf zwei Rädern“. Und ich hatte einen eigenen offiziellen Verkehrs-Pass.


Aufgefallen:
Veranstaltet vom ADAC – nicht vom ADFC.
Lustiges Logo: „Starte mit Milch“.

Meine persönliche Evolution:
4 – 18  Fahrrad
18 – 35 PKW
35 – 99 Fahrrad

Ungewöhnlicher oranger Fahrradschlauch (Latex?)

 

Ein 12-Zoll-Schlauch aus einem geschätzt 40 Jahre alten Laufrad. Ob der Schlauch selbst aus dieser Zeit stammt, weiß ich nicht. Er hat keinerlei Aufdruck.

Farbe: orange
Oberfläche: leicht samtig, weich
Verklebung: quer zur Schlauchrichtung
Produktion: ein Endlosschlauch wird produziert. Ein Stück wird abgeschnitten, ringförmig ineinandergesteckt und verklebt. Je nach abgeschnittener Länge entstehen unterschiedliche Schlauchgrößen.

Zum Vergleich ein bekannter Schlauch:


Farbe: schwarz
Oberfläche: Gummi (Butyl)
Verklebung: längs in Schlauchrichtung.
Produktion: Große platte Gummiringe in Reifengröße werden hergestellt. Zwei davon werden als Hälften zu einem Schlauch verklebt. Die Größe der vorproduzierten Schlauchteile entscheidet über das schlauchformat.

Hintergrundwissen aus Wikipedia und von Schwalbe:

Butyl ist ein synthetischer Kautschuk, der besonders gut die Luft hält. Je mehr Butyl in der Gummimischung, desto dichter und glatter der Schlauch. Gummi ist grobporiger. Butylschläuche sind allerdings schwerer, haben einen höheren Rollwiderstand und eine geringere Elastizität.

Woran könnte man also den Butylgehalt bei gebrauchten Schläuchen erkennen?
Wenig Butyl, viel Gummi: grobporige Oberfläche. Gut dehnbar.
Viel Butyl, wenig Gummi: glatte Oberfläche, schlecht dehnbar.