Weil es mir gut tut

Ich habe mein Auto vor 4 Jahren nicht wegen des Geldes aufgegeben. Nicht wegen der Umwelt. Es fühlte sich nicht mehr richtig an. Zu viel Aufwand und Ärgernisse, das alte Auto zu betreiben. Es band meine Gedanken und meine Zeit.

Über die möglichen Alternativen und Konsequenzen wusste ich wenig. Ich probierte es einfach aus. Das alte Auto war tüvfällig und schrottreif; ich habe es vernichten lassen. Ersatz hätte ich schnell beschafft. Jetzt oder nie!

Ich kaufte Streifenkarten für die tägliche kurze Zugfahrt zum Arbeitsplatz und verwendete ein altes Damenrad für den Alltag.

Die erste positive Erfahrung: ein Arbeitsweg ohne Kurbelei am Lenkrad, keine technischen Probleme, kein Tankstellenfrust. Einfach in den Zug setzen und abschalten. Bei aller Misere des deutschen Zugverkehrs: dieser Effekt ist bis heute geblieben. Eine Autofahrt kürzlich im Berufsverkehr erinnerte mich sofort an die damaligen Nöte.

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