Das Fahrrad auf der Straße abstellen?

Im Normalfall wird es niemand wollen. Im besonderen Fall aber schon: sein Fahrrad am Fahrbahnrand auf der Straße parken. Zum Beispiel, wenn ein Anhänger montiert ist. Oder es sich um ein Erwachsenen-Dreirad handelt. Oder ein großes Lastenfahrrad. Wenn der Platz auf dem Fußweg eben nicht ausreicht und keine Alternativen vorhanden sind. In den meisten anderen Fällen bietet der Gehweg größere Sicherheit vor Beschädigungen, zum Beispiel durch Einpark-Rempler. Außerdem werden verzweifelte Autofahrer auf Parkplatzsuche das Fahrrad einfach wegtragen.

Ist das Parken am Straßenrand erlaubt?

Ja!

„Fahrräder darf man nach der StVO am rechten Fahrbahnrand abstellen, außer nachts.“

§ 17 Abs. 4 Stvo: Fahrzeuge, die ohne Schwierigkeiten von der Fahrbahn entfernt werden können, wie … Fahrräder …. dürfen bei Dunkelheit dort nicht unbeleuchtet stehen gelassen werden.“

Mit aktiver Beleuchtung dürfte es also – wie ich es sehe – auch nachts abgestellt werden. Diese wird aber schwer zu realisieren sein, wenn man gerade keine Baustellenlampe herumliegen hat.

Haltverbot und eingeschränktes Haltverbot gelten auch für Fahrräder. Ich vermute, das betrifft auch Anwohnerparkbereiche. Blöd nur, dass sicher keine Anwohnerparkausweise für Fahrräder ausgestellt werden.

Eine Frage konnte ich nicht klären: was passiert mit Fahrrädern im Halteverbot?

  • Ein Strafzettel funktioniert ohne Kennzeichen nicht.
  • Abschleppen, wenn es an einer gefährlichen Stelle steht? Wäre wohl möglich. Besonders wenn es sich um schwere Fahrräder handelt, die nicht so einfach auf den Fußweg gehoben werden können.
  • In Anwohnerzonen und anderswo? Ich vermute, dass nach kurzer Zeit Autofahrer und Anwohner zur Selbstjustiz greifen und selbst „Hand anlegen“.
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