Archiv für den Monat Oktober 2011

Feature: Die Cityfarm Augsburg – ein tolles Projekt sucht einen Garten

Foto: Cityfarm

Die Initiative „Cityfarm Augsburg“ möchte im Stadtraum Augsburg eine kleine Cityfarm als Natur- und Umweltbildungsort für Kinder, Jugendliche und Erwachsene aufbauen.

Dafür suchen die beiden Akteure Ildikó und Benjamin ein geeignetes Grundstück. Für die Bewirtschaftung planen sie folgende Grundausstattung: ein Gemüse- und Kräutergarten mit Schulgartenbeeten,  Obstbäume, einige Hühner und vielleicht ein Laufentenpärchen zur ökologischen Schneckenbekämpfung; später Hasen, Meerschweinchen, 1-2 Bienenvölker und eine naturnahe Abenteuerecke für Kinder.
Kontakt: http://cityfarmaugsburg.wordpress.com.

Die großen Themengebiete der beiden engagierten Menschen sind

  • ökologischer Gartenbau,
  • artgerechte Tierhaltung sowie
  • Sensibilisierung der Menschen für die Zusammenhänge von Ernährung, Gesundheit, Naturnähe, Ökologie und Umwelt.

Sie haben wirklich gute Statements in ihrem Konzept:

Der Anbau eigener Lebensmittel ist eine Fähigkeit, die entscheidend zum seelischen und körperlichen Wohl beiträgt. Die Kenntnisse über Pflanzen und Tiere vermitteln uns ein Gefühl der Kompetenz und Daseinsberechtigung. Weil wir unser wichtigstes Grundbedürfnis selbst erfüllen können: das nach Nahrung.

UND: sie wollen ihre Gerätschaften und Materialien mit dem Fahrrad transportieren und möglichst viel Ausrüstung gebraucht anschaffen bzw. recyceln.

Foto: Cityfarm

Die Ideen der Beiden sind vielseitig:

Kinder und Jugendliche:

  • Naturerfahrung und Freude durch direkten Kontakt mit Pflanzen und Tieren vermitteln: MITMACHEN und ANFASSEN, Begeisterungsfähigkeit wecken.
  • Verständnis der Zusammenhänge von Nahrungsangebot und Naturkreisläufen fördern.
    • Aussaat im Frühling, Pflege der heranwachsenden Pflanzen im Sommer und Ernte im Herbst, danach die Verarbeitung.
    •  Aktive Teilnehmen am Leben und Sterben der Tiere: Kreis des Lebens.
  • Ernährungsbewußtsein entwickeln, Grundkenntnisse der Natur erarbeiten.
  • Übertragung der neuen Erkenntnisse in das eigene Lebensumfeld: Auseinandersetzung mit Widersprüchen und Zwängen; Verantwortungsbewusstsein, Lernbereitschaft und Selbsttätigkeit einüben.

Natur:

  • Erhalt vom Aussterben bedrohter Nutztierrassen (z.B. Augsburger Huhn)
  • Erhaltung alter Pflanzensorten

Stadtgesellschaft:

  • Für Stadtökologie und nachhaltige Stadtentwicklung sensibilisieren.
  • Die Stadt als lebenswerte Umwelt mittels Eigenverantwortlichkeit und Selbstbestimmung gestalten.
  • Den Menschen zeigen, wie sie mit urbanen Nutzgärten und städtischer Kleinstlandwirtschaft einen neuen Zugang zu gesunden Lebensmitteln haben; diesen als zusätzlichen Versorgungsfaktor etablieren.

Projekte:

  • Gepachtetes Grundstück mit eigenem Garten
  • Angebote für Schulklassen und Kindergartengruppen (Kooperationspartner mit der Umweltstation Augsburg und längerfristig geförderte Projekte für Schulklassen)
  • Kindergeburtstage, thematische Veranstaltungen (z.B. „Was lebt denn da im Fluss – Käschern am Lech“ oder „Marmeladentripps“) bis hin zu Abenteuertouren
  • Vergabe von Patenschaften für einzelne Tiere und zur Erhaltung von Pflanzensorten

Ziele:

  • Die CityFarm Augsburg als etablierte Umweltbildungseinrichtung in der Stadt Augsburg
  • Verkauf des produzierten Überschusses an Gemüse, Obst und Eiern
  • Grundstück im eigenen Besitz (keine Pacht) mit dem Clou einer Komposttoilette
  • Teil eines Netzwerks mit ökologischer, ökonomischer und sozialen Philosophie und Ethik

Das Greenpeace-Fahrrad


Was ist das besondere am Greenpeace-Centurion-Fahrrad mit dem Aufdruck „Clean Tech“? Es wurde als das „umweltfreundlichste Fahrrad“ vermarktet. Mit im Team waren die Fahrradmanufaktur VSF (Verbund selbstverwalteter Fahrradbetriebe), der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Schweizer Hersteller Villiger.

Beim Greenpeace-Bike wurde auf folgende Aspekte geachtet:

  • kurze Transportwege während der Herstellung: Montage in der Schweiz, Teile aus Europa. (Ausnahme: Pedale, Bremssystem und Lenkervorbau)
  • Handarbeit bei der Fertigung
  • Pulverbeschichtung, völlig lösemittelfrei, statt Naßbeschichtung (Lackierung), für optimalen Umweltverträglichkeit , hohe Schlagfestigkeit und Korrosionsbeständigkeit
  • keinerlei PVC-haltige oder mit FCKW geschäumte Kunststoffteile (betrifft Kabelumhüllungen, Lenkergriffen oder z.B. geschäumte Gelsättel)
  • Langlebigkeit: zehnjährige Ersatzteilgarantie auch für Kleinteile, um nicht komplette Komponenten tauschen zu müssen

Culty: der eine kann’s – der andere nicht

Ich kann es nicht. Mit dem kurvenneigenden, heckgelenkten Liegedreirad mit Frontantrieb fahren. Zumindest nicht auf Anhieb. Gesteuert wird mittels Gewichtsverlagerung. Der Fahrer auf dem Bild hat es recht schnell gelernt.

Was mir aufgefallen ist: die vielen Vorbauten in der Konstruktion, als Rohrverbinder.

Umbau zum Bambus-Bike

Neue Fahrräder von der Stange werden als Basis verwendet. Die Rahmenrohre werden herausgetrennt und durch Bambus ersetzt. Die wesentlichen technischen Bauteile wie Tretlager, Steuerrohr, Rahmenverbindungen und Ausfallenden bleiben erhalten. Ebenso die Rahmengeometrie, die Maße und Proportionen.

Langer Aluminium-Anhänger

Aus den USA importiert. Die Achse kann beliebig versetzt und unter den Schwerpunkt der Ladung gebracht werden. Die Kupplung am Fahrrad (ab dem Splint) sieht nach Eigenbau aus.

Boombox-Fahrrradanhänger und Boombox-Lastenrad

Erst damit macht die Tour durch die Stadt in der Gruppe so richtig Spaß. Nenn es Critical Mass, Funride oder Radl-Ausflug: mit guter, hörbarer Musik läuft es viel besser.

Was es nicht gibt, ist eine einfache Anleitung zum Eigenbau. Nach dem Motto: „nimm dies, kauf das, steck hier ein, steck dort ein, fertig…“. Der Bau scheint eine komplexe Sache zu sein. Um einen Eindruck von der Komplexität und den Fachbegriffen zu bekommen, die man verstehen sollte, empfehle ich: http://www.falseawake.com/one.zero/Boombox_one.zero/Willkommen.html