Besitzstörung und andere Fehler

Worum es hier geht, ist klar: Abstellen des Fahrrades auf einer nicht dafür vorgesehenen Fläche am Bahnhofsvorplatz.

Der am Fahrrad befestigte Zettel ist interessant:

  • er ist nicht ausgefüllt, wohl aus Faulheit.
  • er spricht von „Sehr geehrte Reisende“, also eine weibliche Anrede. Weil es ein Damenrad ist? Wow, das wäre mitdenkend.

Wie viel kostet es denn nun, wenn das „Bahnhofsmanagement“ ernst macht und das Rad entfernt? Als Anhaltspunkt habe ich die Freiburger Tarife gefunden:

Kosten/Gebühren:
Pro entferntem Rad entstehen durchschnittliche Entfernungs- und Transportkosten in Höhe von zwischen 19,- und 29,- Euro (je nach Anzahl der entfernten Räder, alle Angaben gerundet). Dazu kommt eine Verwaltungsgebühr von 16,50 Euro für die Aufbewahrung und Herausgabe der Räder. Bei der Abholung wird eine kostendeckende Gebühr in gleicher Höhe erhoben, also insgesamt zwischen 35,- und 46,- Euro.

Was passiert mit Schrotträdern? Werden die auch aufbewahrt?
In Hannover läuft das so: es entscheidet der Gesamteindruck. Sieht das Rad so aus, als ob es der nachlässige Eigentümer tatsächlich nicht mehr fahren möchte?

  • Fehlen zum Beispiel Sattel und Pedale und der Rahmen ist verzogen, handelt es sich um ein Schrottrad. Ein Rad also, dass nur mit hohem finanziellen Aufwand wieder repariert werden könnte.
  • Hat ein Drahtesel aber nur einen platten Reifen und die Lichter fehlen, ist es kein Schrottrad.