Windgenerator statt Fahrraddynamo

Die Kraft des Windes nutzen. Speziell des Fahrtwindes. Statt eines muskelbetriebenen Dynamos. Bei diesem Rad ist es Wirklichkeit geworden. Ein tellergroßes Windrad als Stromerzeuger. Die Heckmontage ist luftströmungstechnisch allerdings ungünstig. Wahrscheinlich war die Montage am Gepäckträger am einfachsten. Mit Kabelbindern. Mich wundert nur der Frontscheinwerfer, der verkehrt herum mit Klebeband auf dem Träger montiert ist.

Heute war ein windiger Tag. Schon am geparkten Rad drehte sich das transparente Windrad sehr schnell. Die Lagerung des Rotors und die Befestigung am Fahrrad sind gut ausgeführt und wirkten vibrationsfrei. Die bewegten Massen sind durch die leichten, aber stabilen Kunststoffflügel gering.

Der Scheinwerfer brannte allerdings nicht. Ein Anschlussdefekt, oder ein eingebauter Schalter. Der wäre sinnvoll, denn ein im Stand ständig brennendes Licht erregt zu viel Aufmerksamkeit („der hat sein Licht brennen lassen“).

Die Flügel des Rades sowie das Gehäuse sind aus durchsichtigem Kunststoff gefertigt. Dadurch bleibt es unauffällig. Ich habe keinerlei Laufgeräusche bemerkt. Das ist angenehm bei Dauerbetrieb.

Einzelstück eines begabten Bastlers oder kaufbar? Ich habe recherchiert, aber kein vergleichbares Modell gefunden. Stattdessen nur vier eher unbrauchbare Windgeneratoren:

  • „Fahrrad Windturbine mit Blaulicht“. Das ist eine Mini-Plastik-Turbine für Kinder, die laut Beschreibung ein blaues (Blink-)licht erzeugt, Einkaufspreis 99 Cent.
  • KOSMOS Experimentierkasten „Wind-Generator“, ca. 22 Euro.
  • Mini-Windrad „Mini Kin Green Power Generator“, ca. 50 Euro. Keine deutsche Bezugsquelle gefunden.
  • Hand-Windgenerator mit LED-Licht, 8cm, ca. 15 Euro.

Ich bin für Tipps dankbar, an die im Impressum angegebene E-Mail-Adresse.

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