Das Ding ohne Name: ummantelter Draht zu Befestigungszwecken

Vor ein paar Monaten habe ich diese „Dinger“ zum ersten Mal gesehen. In einem Baumarkt. Kurz danach bei Aldi Nord. Es gibt sie in verschiedenen Längen. Die roten Exemplare sind am häufigsten zu finden, ca. 80 cm lang. Die blauen Dinger sind 40 cm lang, die schwarze Variante glaube ich 1,20 m. Sie kosten 2-3 Euro für zwei rote, vier blaue oder einen schwarzen „Dingens“.

Im Inneren ein Draht, etwa so dick wie ein Drahtkleiderbügeldraht, etwas fester vielleicht. Außen herum ein Kunststoffmantel. Damit kann man alles Mögliche befestigen, auch am Fahrrad. Einfach herumwickeln und verzwirbeln. Und sie sind ganz einfach wieder zu lösen. Belastbar bis 200 kg, laut Verpackung. Das würde ich ihnen aber nicht zumuten. Ganz praktisch eigentlich, diese Dinger.

Aber sie haben keinen Namen. Am Samstag habe ich im Augsburger Baumarkt einen Ständer voll mit diesen Dingern entdeckt. Ich habe extra nachgesehen: selbst auf der Verpackung ist kein Name aufgedruckt. Nur Abbildungen, die illustrieren, wofür man die Dinger verwenden kann.

Im Internet habe ich den Begriff „Drehbinder“ gefunden. Das trifft es vielleicht. Google zeigt dafür aber nur kleine Nylonstreifen, nach gleichem Prinzip dreh- und mehrmals lösbar, zum Bündeln von Kabeln. Oder Kunststoff-Bindestreifen mit weichem Drahtkern für kleine Pflanzen und Rankgewächse, als Gartenbedarf.

Ein anderes Wort ist „Drahtbinder“. Stanmt aus dem Buchwesen. Damit bindet man Blätter zu einem Ringbuch, mit „Drahtbinderücken“ (im Gegensatz z.B. zur Klebebindung bei einem Taschenbuch). Das ist es also auch nicht.