Fahrrad-Standpumpe: mein wertvollstes Bike-Accessoire


Ich hatte mir 2006 ein schnittiges Fahrrad mit schmaler Bereifung gekauft. Französische Ventile (Sclaverand). Empfohlener Reifen-Druck: mindestens 6 bar. Zur Verfügung hatte ich eine Kolben-Fußluftpumpe, eine normale Fahrrad-Handpumpe und die Aufpump-Station der Tankstelle um die Ecke.

Alle drei haben versagt.

Die Kolben-Luftpumpe für sechs Baumarkt-Euro verbog sich nach 3 Minuten. Für die Handluftpumpe reichte die Kraft nicht. Die Tankstellenpumpe ist für Autos und Motorräder mit 2-3 bar ausgelegt, auch noch für Transporter mit 4,5 bar. Der Fahrradreifen wurde damit nicht voll.

Ich bin zum Fahrradhändler im Viertel gegangen. Er hat mich ausgelacht, angedeutet, ich wäre zu blöd, um einen Reifen aufzupumpen. Gnädig hat er seine Pressluft und seine Zeit geopfert und die Reifen aufgepumpt. Der hat mich nie wieder gesehen.

Wäre er doch schlauer gewesen. Er hätte mir eine Fahrrad-Standpumpe verkaufen können. Ich habe sie bei einem anderen Händler für 35 Euro entdeckt. Eine Spitzeninvestition. Bis 11 bar geeignet. Doppel-Pumpenkopf (TwinHead) für alle Ventilarten. Oft ausgeliehen – Begeisterung geerntet. Stabil und langlebig. Wie ich erst jetzt gelesen habe, eine der meistverkauften Standpumpen der Welt. Später hatte ich eine Tchibo-Variante in der Hand: nicht empfehlenswert. Leichtes Plastik, keine Standsicherheit. Fühlt sich billig an.

Für Augsburger:
Es war der Typ von Zweirad Holzapfel, der mich abserviert hatte. Selber schuld.

Ich empfehle die Radstation am Hauptbahnhof. Immer freundlich, kompetent und die verkaufen selbst Kleinstteile mit Freude und Beratung.

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