Vergessenes Fahrradzubehör: der Nabenputzer

Ich bin faul. Warum soll ich von Hand oder mit der Zahnbürste die Fahrradnabe schrubben, an die man wegen der vielen Speichen sowieso schlecht hinkommt, wenn es auch eine automatische Lösung gibt: den Nabenputzer. Offiziell heißt er: Nabenputzring. Ein- oder zweifarbig, klein für das Vorderrad und groß für das Hinterrad.

 

Nabenputzer Fahrrad Nylon

Nabenputzer Fahrrad Nylon

 

Ich habe mich immer gewundert, dass dieses federleichte Ding ausreicht, um die Nabe dauerhaft sauber zu halten. Selbst Schlammspritzer verschwinden mit der Zeit wieder. Nur bei Rost kapituliert er.

Es gibt die Nabenputzer aus zwei Materialien:

  • Chenille (frz.: „Raupe“) bezeichnet ein Gewebe mit einer samtartigen Oberfläche, das aus Chenillegarn hergestellt wird. Der Chenillefaden hat viel seitlich abstehende Haare, den sogenannten Flor, die an eine behaarte Raupe erinnern sollen. Aus Chenille werden auch die berühmten Zauberwürmer, ein Kultspielzeug aus den 1970/80er-Jahren, hergestellt. (Quelle: Wikipedia)
    Zauberwurm: http://de.wikipedia.org/wiki/Zauberwurm
  • Nylon: Kunstfasern aus Polyamid. Die Borsten sehen ähnlich aus wie bei der Zahnbürste.

Aber der Nabenputzer ist aus der Mode gekommen. An vielleicht jedem zwanzigsten Rad ist er noch zu finden. Die Chenille-Version noch weniger.

Ich habe ihn bei meinem Rad wieder montiert. Nicht nur, weil er funktioniert, sondern weil ich ihn für ein witziges kleines Accessoire halte, selbst wenn er erst auf den zweiten Blick auffällt. Ich nehme den Nylon-Nabenputzer, weil er länger sauber bleibt.

Ich habe außerdem einen Selbstmach-Tipp gefunden:

Aus mehreren verschiedenfarbigen Pfeifenreinigern (auch unter den Begriffen Biegeplüsch und Chenilledraht zu finden) kann man sich individuelle Farbkombinationen selbst zusammenzwirbeln. Das Ergebnis schmückt nicht nur Naben. Mit den farbigen Würmern lassen sich auch andere Fahrradteile verschönern.

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