Archiv für den Monat Oktober 2010

Die Fünf-Minuten-Lackierung fürs Fahrrad

Ich hatte bereits über DIY-Rahmendesign geschrieben und über sauber lackierte bunte Fahrräder:

https://a2011.wordpress.com/2010/10/14/selbst-gemachtes-fahrradrahmen-design/

https://a2011.wordpress.com/2010/10/28/vier-selbst-lackierte-bunte-fahrrader/

Jetzt kommt die Fünf-Minuten-Variante dazu:

Ein oder zwei Sprühdosen nehmen, grob alles lackieren, kurz trocknen lassen, aus drei Metern Entfernung bewundern, fertig! Auch Anbauteile wie Rücklicht, Dynamo und sogar der Sattel dürfen an Farbe gewinnen. Und natürlich die Reifen nicht vergessen, farbige Gummis liegen zurzeit im Trend.

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Komische Fahrrad-Kreatur

Ob dieses Fahrrad jemals vernünftig fahrbar war? Es gammelt schon eine Weile vor sich hin und ist nicht mehr abgeschlossen. Immerhin hatte der „Erbauer“ sich Mühe gegeben und sogar ein Dynamolicht installiert. Aber der Lenkervorbau hat nicht gehalten, er steckt nur noch lose im Steuerrohr.

Vier selbst lackierte, bunte Fahrräder

Mit gefällt, dass die Fahrer(innen) ihre Drahtesel mit Sorgfalt bemalt bzw. lackiert haben. Nicht einfach mit der Sprühdose über alles drübergespritzt, auch über die Anbauteile und Reifen. Sondern ein individuelles Design umgesetzt. Sei es zur Fußball-WM in Deutschlandfarben oder im Jamaika-Reggae-Outfit.

Seltene Spezies: großer runder Vorderradreflektor

So etwas habe ich vorher noch nie gesehen: ein tellergroßer, fingerbreiter Reflektor-Ring für das Fahrrad.

Die Leuchtfläche ist größer als bei herkömmlichen Speichenreflektoren. Diese kleineren Reflektoren – hier zusätzlich montiert – fallen allerdings durch ihre kreisende Bewegung während des Fahrens besonders auf. Dem Ring sieht man die Drehbewegung des Rades nicht an. In der Kombination beider Varianten ist das aber durchaus eine interessante Lösung.

Bezugsquellen für den Ring habe ich nicht gefunden. Wahrscheinlich ist das Modell fast ausgestorben. Es wird aus mehreren Segmenten am Rad zusammengesteckt. Wenn da ein kleines Plastikstück abbricht, ist vielleicht gleich das ganze Teil hin. Und die Montage sieht fummelig aus. Das sind mögliche Gründe dafür, dass es sich nicht durchgesetzt hat…

Fahrrad geklaut – Suchanzeige mit Bild

Am Bahnhof wurde ein Fahrrad geklaut. Die ehemalige Besitzerin und Eigentümerin sucht mit diesem Aushang danach:

Die Idee ist nachvollziehbar. Die Chancen sind aber eher gering.  Das liegt auch daran, dass es sich um kein Originalfoto des Fahrrades handelt. Es ist vielmehr aus einem Katalog oder dem Internet kopiert. Zudem sind keine besonderen Merkmale beschrieben. Schwarze Cityfahrräder gibt es wie Sand am Meer.

Es kann sich lohnen, beizeiten ein Foto seines Fahrrades zu machen. Und im Fall eines Diebstahls besondere Erkennungsmerkmale anzugeben. In obigem Fall z.B. zu beschreiben, ob der Korb montiert war (Mir ist dort kein Fahrrad mit Korb aufgefallen). Vielleicht hatte das Fahrrad auch einen anderen Sattel oder einen bunten Sattelüberzug. Oder Speichenreflektoren? Diese Angaben würden bei der Identifizierung helfen. Falls das Rad überhaupt noch einmal in der Umgebung auftaucht.

XXL-Fahrradschloss selbst gemacht

Wenn’s mal etwas länger sein darf… Irgendwann kommt jedes handelsübliche Fahrradschloss an seine Grenzen. Um einen größeren Baum oder dicken Mast herum reicht es in den seltensten Fällen. Es gibt im Handel zwar auch extralange Ausführungen. Diese Spiralschlösser haben aber keinen besonders hohen Sicherheitslevel. Und Bügelschlösser können in Bezug auf die Länge sowieso nicht mithalten.

Abhilfe schafft eine dicke Gliederkette zusammen mit einem ordentlichen Vorhängeschloss. Beides ist am schnellsten im Baumarkt beschafft. Die Kette kann in beliebiger Länge von der Rolle gekauft werden.

Damit die Kette keine Kratzer am Lack des Fahrrads oder Schäden am Befestigungsobjekt hinterlässt, gibt es eine einfache Lösung: Der Besitzer dieses Fahrrades hat einen alten Fahrradschlauch in einen Überzug für seine Kette verwandelt. Er hat dazu den Schlauch am Ventil auseinander geschnitten und das Ventil dabei entfernt. Den Schlauch hat er nun über die Kette gezogen und die Enden mit Kabelbindern gegen das Zurückrutschen gesichert.

Man sieht auf den Fotos gut den Einsatzzweck der langen Kette: der Zaun wäre für ein normales Schloss viel zu weit entfernt.

Wie hoch ist der Schutz dieses Kettenschlosses? Im Vergleich zu den sonstigen Schlössern, die man in dieser Gegend sieht, durch den Abschreckungseffekt recht hoch. Warum hier Hand anlegen, wenn es nebenan ein Spiralschloss gibt, das geknackt werden will?

Zwei Fahrradsättel für die ganz Harten

Einen neuen Brooks-Sattel einzufahren, soll etwas 1.000 Kilometer dauern. Erst dann ist das Leder weich geworden und passt sich dem Popo an.

Für wunde Radler-Hintern verkauft der Handel spezielle Gesäßcremes, auch „Sitzcremes“ genannt. Hirschtalg und Vaseline sind hier die Zauberworte.

Aber bei den folgenden beiden Sätteln hilft weder Geduld noch Medizin. Nummer eins besticht durch ein knackiges, herausstehendes Metallstück an einer wirklich dummen Stelle. Nummer zwei, Typ „Massagerüttler“, wirkt besonders gut auf Kopfsteinpflaster.

Beide Sättel waren auf Bahnhofsfahrrädern montiert, scheinen also noch in Betrieb zu sein. Geht es noch extremer? Wahrscheinlich nur, wenn man den Sattel ganz weglässt …