Fahrbereite Rosträder: Wunder der Haltbarkeit

Sie fallen auf am Hauptbahnhof: uralte Rost-Fahrräder, scheinbar hoffnungslos verrottet. Aber doch sind sie täglich in Betrieb. Ordentlich abgestellt und sorgfältig abgeschlossen. Wem gehören diese Pretiosen mit ihrer Rost-Patina? Nicht unbedingt dem finanziell klammen Studenten. Ich habe es mit eigenen Augen gesehen: einer dieser Oldtimer wird täglich von einem Anzugträger zum Bahnhof bewegt.

Das ist vermutlich der Grund für eine Besonderheit dieser Fahrräder: alle haben einen modernen Fahrradsattel, der so gar nicht zum restlichen Erscheinungsbild passen will. Auch die alten Lenkergriffe wurden meistens ersetzt. Damit bleiben die Hände und teure Klamotten für die Arbeit sauber.

Am meisten erstaunt mich allerdings, wie verrostet die Fahrradketten sind. Ich hätte nicht gedacht, dass sie sich in diesem Zustand noch rund bewegen lassen. Der Widerstand beim Treten muss enorm sein.

Letztlich kann ich nur vermuten, warum die Pendler nicht auf modernere Geräte umsteigen: vermutlich schätzen sie das Risiko eines Diebstahls geringer ein. Oder es ist ihnen schlicht egal, mit welchem Rad sie zur Arbeit kommen, solange es läuft …

Advertisements