Rosenaustadion wird nicht abgerissen

Stadtkämmerer Hermann Weber und Sportreferent Peter Grab haben mitgeteilt, dass es bei einer Sportnutzung des Rosenaustadions bleiben soll. In der Leichtathletik werde kein Bedarf gesehen. Aber das Stadion soll im Schulsport, bei den Vereinen und den Frauenfußballmannschaften genutzt werden.

Rosenaustadion Haupttribüne

keine-bagger

Das war nicht immer so. Als die Stadt sich entscheiden hat, den FC Augsburg beim Bau der impuls arena zu unterstützen, gab es deutliche Kritik aus den Reihen der Augsburger. 13 Millionen Euro für die städtische Beteiligung an der neuen Arena schien vielen ein zu hoher Preis zu sein.

Der damalige Oberbürgermeister Paul Wengert fand eine Lösung, die Kritiker zu besänftigen. Er kündigte an, das Areal des Rosenaustadion nach dem Abriss als Baugrund zu vermarkten und damit die Investitionssumme zu refinanzieren. Auch die Vermarktung der Grundstücke der denkmalgeschützten Augsburger Sporthalle und von Teilen der Paul-Renz-Sportanlage stand schon zur Debatte.

Von Anfang an war dies fragwürdig, da

  • die Kosten für Abriss und Bodensanierung nie berechnet bzw. genannt wurden. Erstmalig mit dem Einbau der Rasenheizung im Sommer 2007 wurde der Boden systematisch auf Altlasten untersucht.
  • die Grundstücksfläche als Baugrund bei den Augsburger Quadratmeterpreisen deutlich weniger einbringen würde.
  • keine konkreten Alternativen für die Sportler gesucht und genannt wurden, z.B. rollstuhl- und behindertengerechte Sportflächen des dort angesiedelten Sportvereins „Reha“.
  • im Rosenaustadion verschiedene Räumlichkeiten von der Sportverwaltung genutzt werden, für die Alternativen gesucht bzw. gebaut werden müssten. Hierbei handelt es sich um die zentrale Werkstätte für den Sportplatzbau/-unterhalt und Räumlichkeiten für die KFZ-und Maschinenwartung und für das Abstellen des Maschinenparks. Zudem befinden sich im Gebäudetrakt die Personalräumlichkeiten für den zentralen Handwerkerpool und die Platzwarte.

Der amtierende Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl hat bereits im März 2007 während seiner OB-Kandidatur die weitere Nutzung als Sportstätte als sein Ziel ausgegeben, teilweise städtebauliche Nutzungsänderungen aber nicht ausgeschlossen, jedoch dazu keine Details genannt.

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