Rosenaustadion 1959: Vorbereitung auf die Geisterspiele

5. August 1959: 12.000 Zuschauer kommen ins Augsburger Rosenaustadion, um die Amateurnationalmannschaft des DFB zu sehen. Sie spielen gegen eine zusammengewürfelte Mannschaft aus Oberligaspielern vom FC Bayern, 1860 München und BC Augsburg.

Es ist ein wichtiges Testspiel; das Ergebnis (3:2) ist aber nebensächlich, geht es doch um eine größere Sache: die Teilnahme an der Qualifikation für Olympia 1960.

Fakt war, dass nur eine deutsche Mannschaft teilnehmen konnte. Der DFB wollte eine Mannschaft aus den besten Spielern beider Verbände, der DFV (Deutscher Fußball-Verband der DDR) bestand aber auf Ausscheidungsspielen, um das deutsche Teilnehmerland zu ermitteln.

Die Spiele fanden am 16. und 23. September 1959 statt. Es waren Geisterspiele: Publikum war nicht zugelassen, sogar auf Balljungen wurde verzichtet. Das Hinspiel im Berlin Walter-Ulbricht-Stadion endete 2:0 für die bundesdeutsche Mannschaft, das Rückspiel im Düsseldorfer Rheinstadion gewannen sie ebenfalls mit 2:1.

Das für anfangs 70.000 Zuschauer ausgelegte Walter-Ulbricht-Stadion hieß zuletzt Stadion der Weltjugend und wurde 1992 abgerissen.  Bilder des Stadions gibt es unter http://www.schoelkopf.com/berlin/weltjugend/000.html

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