Was passiert mit dem Rosenaustadion ab 2009?

Wie lange bleibt das Rosenaustadion erhalten?

 

Ab der Saison 2009/2010 trägt der FC Augsburg seine Heimspiele in der neuen impuls arena aus. Damit entfällt der Hauptpächter und damit die größte Einnahmequelle für das Rosenaustadion. Ein schneller Abriss, wie er bereits diskutiert wurde, erscheint dennoch nicht mehr sinnvoll.

 

Die wahrscheinliche Entwicklung

Das Rosenaustadion wird – unter anderem wegen der relativ neuen Rasenheizung – wohl Trainingsplatz für den FCA bleiben. Vor allem im Winter, und auch um die Spielfläche der Impuls Arena zu entlasten. Auch für die Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2011 ist das Rosenaustadion als Trainingsstätte vorgesehen.

Weiterhin sind Veranstaltungen und Spiele im Rosenaustadion durchführbar, für die die Impuls-Arena nicht geeignet ist oder wegen ihrer Kapazität oder Mietkostenhöhe nicht gewünscht wird.

 

Die aktuellen Fakten

Es gibt noch keinen Stadtratsbeschluss. Die Optionen sind weiterhin der kompletten Erhalt, der teilweise Rückbau oder der vollständige Abriss. Wirtschaftlich sind die Varianten noch nicht durchgerechnet. Die städtischen Ämter haben bis jetzt noch keine der Möglichkeiten aus technischen oder rechtlichen Gründen ausgeschlossen. (Beteiligte Ämter: Sport- und Bäder, Stadt- und Verkehrsplanung, Immobilienmanagement, Grünordnung/Naturschutz).

Ein Ersatz für die Leichtathletikanlage wäre möglich durch einen Neubau an der Karl-Mögele-Sportanlage und die erweiterte Nutzung der Sportanlage Süd mit dem Ernst-Lehner-Stadion.

Die Pläne für den Umbau zu einem Wohngebiet und Naherholungsflächen sind noch nicht vorangeschritten, unter anderem wegen der zu erwartenden Altlasten. Es gibt Boden-Setzungen, weil durch die Verrottung von organischem Material im Untergrund Hohlräume entstanden sind. So gab es bereits sichtbare Absenkungen der alten Rasenfläche.

Außerdem sind beim Einbau der Rasenheizung Altlasten gefunden worden. Bei den einen Meter tiefen Bodenabtragungen waren dies Bombensplitter, Teile von Sprengbomben und alte Schusswaffen (Karabiner).

Flächendeckende, tiefere Untersuchungen über Kampfmittel, Altlasten und Baugrund (auch unter dem Nebenspielfeld) stehen noch aus. Ebenso sind noch die Kosten eines Bodenaustauschs zu ermitteln, falls dieser nötig würde. Bekannt bzw. erwartet sind bereits jetzt Belastungen mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen.

Dann möchte die Stadt Sanierungskosten für das Rosenaustadion einsparen. So werden wahrscheinlich statt des vollständigen Erhalts des Stadions einzelne Teile geschlossen werden; z.B. einzelne Zuschauer-Blöcke, die bisher jedes Jahr aufgrund der Witterungsschäden am Beton repariert werden mussten.

 

Der politische Wille

Seit 2.5.2008 ist in Augsburg der neue OB Kurt Gribl (CSU) im Amt. Da zurzeit keine Entscheidung bezüglich der Zukunft des Rosenaustadions notwendig ist, wird er sich zu diesem Thema wohl nicht so schnell äußern. Aber im Wahlkampf hat er im März 2007 auf eine E-Mail-Anfrage geantwortet. Zusammenfassend ist nach der damaligen Aussage zu erwarten, dass es keine Radikallösung in Form eines kompletten Abrisses geben wird, da dieser aufgrund der Sachzwänge (siehe „Fakten“) nicht sinnvoll erscheint.

 

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2 Kommentare

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