Archiv für den Monat November 2008

Augsburg auf Youtube

So präsentiert sich Augsburg der Welt. Die besten Youtube-Videos aus unserer Stadt:

http://de.youtube.com/watch?v=-10PpPzaLG8&feature=related Augsburg: the world’s strangest bridge

http://de.youtube.com/watch?v=dt_n8VYIZ1I  Augsburg Portrait: Austragungsort der Frauen-Fußball-WM 2011 

http://de.youtube.com/watch?v=oHg5SJYRHA0 Presseball nipple slip Blondine: der Träger des Abendkleides quittiert den Dienst

http://de.youtube.com/watch?v=WwALXcHXOvk Brutaler Schlagstockeinsatz der USK-Einheit in Augsburg gegen Fans des 1. FC Kaiserslautern (Das Unterstützungskommando (USK) zählt zu den Spezialkräften der bayerischen Polizei)

http://de.youtube.com/watch?v=bwdgT0hoGVg Portrait Rosenaustadion

http://video.google.de/videoplay?docid=9058544159176248370&ei=9cwvSdbDF4r82wLy0t3kDQ&q=rosenaustadion&hl=de Portrait Rosenaustadion kurz (39 sec. bei Google Video)

Rosenaustadion 1966: Das Länderspiel, das es offiziell nicht gegeben hat

Die Fußballweltmeisterschaft 1966 stand kurz bevor. Am 19. Juni 1966 bot sich 30.000 Augsburgern die Chance, ihre Nationalmannschaft im heimischen Rosenaustadion zu bejubeln. So viele Fans waren trotz strömenden Regens in die Rosenau gekommen.

Vorbereitungsspiel zur WM

Die deutsche Nationalmannschaft trat als „DFB-Team“ auf, der Gegner war die österreichische U23. „Wir“ gewannen 4:0. (Brülls, 2 x Held und Haller).

Als nicht offizielles Länderspiel ist diese Partie weder beim DFB noch beim ÖFB verzeichnet. Auch die Datenbank von www.fussballdaten.de kennt diese Partie nicht.

Am 23.06.1966 spielte Deutschland dann noch gegen Jugoslawien (2:0), bevor am 12.07. die WM mit dem Spiel gegen die Schweiz (5:0) begann.

Die Weltmeisterschaft endete am 30.07.1966, übrigens nicht mit dem Wembley-Tor (dem dritten Tor), sondern erst nach dem 4. Tor (zum 4:2 nach Verlängerung), bei dem schon Zuschauer auf des Feld gelaufen waren.

Rosenaustadion 1959: Vorbereitung auf die Geisterspiele

5. August 1959: 12.000 Zuschauer kommen ins Augsburger Rosenaustadion, um die Amateurnationalmannschaft des DFB zu sehen. Sie spielen gegen eine zusammengewürfelte Mannschaft aus Oberligaspielern vom FC Bayern, 1860 München und BC Augsburg.

Es ist ein wichtiges Testspiel; das Ergebnis (3:2) ist aber nebensächlich, geht es doch um eine größere Sache: die Teilnahme an der Qualifikation für Olympia 1960.

Fakt war, dass nur eine deutsche Mannschaft teilnehmen konnte. Der DFB wollte eine Mannschaft aus den besten Spielern beider Verbände, der DFV (Deutscher Fußball-Verband der DDR) bestand aber auf Ausscheidungsspielen, um das deutsche Teilnehmerland zu ermitteln.

Die Spiele fanden am 16. und 23. September 1959 statt. Es waren Geisterspiele: Publikum war nicht zugelassen, sogar auf Balljungen wurde verzichtet. Das Hinspiel im Berlin Walter-Ulbricht-Stadion endete 2:0 für die bundesdeutsche Mannschaft, das Rückspiel im Düsseldorfer Rheinstadion gewannen sie ebenfalls mit 2:1.

Das für anfangs 70.000 Zuschauer ausgelegte Walter-Ulbricht-Stadion hieß zuletzt Stadion der Weltjugend und wurde 1992 abgerissen.  Bilder des Stadions gibt es unter http://www.schoelkopf.com/berlin/weltjugend/000.html

Neun Endspiele für das Rosenaustadion

9 Endspiele für das Augsburger Rosenaustadion:

In einem halben Jahr, am 17.05.2009, findet das letzte Heimspiel des FCA im Rosenaustadion statt. Die kommenden neun Heimspiele sind die letzten Chancen, die besondere Atmosphäre des alten Stadions zu erleben. Danach zieht der FC Augsburg in die impuls arena um.

Andere Veranstaltung mit 4-stelligen Besucherzahlen sind im Rosenaustadion erst einmal nicht zu erwarten. Doch das Rosenaustadion ist noch nicht ganz abgeschrieben. Lest hier, wie es mit der Rosenau weiter geht …

Lest mehr Zeitung!

Kauft sie Euch hier:

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oder lest sie hier:

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aber meidet dies:

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Ihr werdet schnell feststellen, dass mit dem Zuruf „Zeitung kostenlos“ nicht die Zeitungsstapel auf dem Tresen gemeint sind. Da legen die beiden „Werber“ schnell die Finger drauf. Die Zeitung gibt es nur in Verbindung mit einem „Gutschein“. Klingt toll, ist aber ein Probeabo.

Vorsicht: nicht alle Probeabos enden automatisch. Wenn man die rechtzeitige Kündigung versäumt, zahlt man mitunter bis zu einem Jahr die Abogebühr.

Augsburger Stadtlexikon

da war ich stolz, das echte Augsburger Stadtlexikon zu besitzen, 1.000 Seiten stark. Preis über 100 Euro, herausgegeben von Günther Grünsteudel.

Und jetzt? Gibt es alles für lau im Internet. Weil der Wissner-Verlag die Rechte am Lexikon gekauft hat und es künftig online werbe-vermarkten möchte.

Gefördert wird das kostenfreie Angebot von der Kurt und Felicitas Viermetz Stiftung.  Diese hat das Ziel „Förderung und Unterstützung von Wissenschaft, Kunst und Kultur in Augsburg und Bayerisch-Schwaben sowie der Förderung der deutschamerikanischen Völkerbeziehung und Verständigung“.

Die Online-Version werde ich schon nutzen, denn für die schnelle Recherche ist es praktisch. Ich freue mich aber nach wie vor, das Original zu besitzen. Es ist nur noch mit Glück antiquarisch zu bekommen. Trotzdem fühlt es sich so an, als wäre mein gebundenes Exemplar jetzt weniger wert … 

http://www.stadtlexikon-augsburg.de/

Was passiert mit dem Rosenaustadion ab 2009?

Wie lange bleibt das Rosenaustadion erhalten?

 

Ab der Saison 2009/2010 trägt der FC Augsburg seine Heimspiele in der neuen impuls arena aus. Damit entfällt der Hauptpächter und damit die größte Einnahmequelle für das Rosenaustadion. Ein schneller Abriss, wie er bereits diskutiert wurde, erscheint dennoch nicht mehr sinnvoll.

 

Die wahrscheinliche Entwicklung

Das Rosenaustadion wird – unter anderem wegen der relativ neuen Rasenheizung – wohl Trainingsplatz für den FCA bleiben. Vor allem im Winter, und auch um die Spielfläche der Impuls Arena zu entlasten. Auch für die Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2011 ist das Rosenaustadion als Trainingsstätte vorgesehen.

Weiterhin sind Veranstaltungen und Spiele im Rosenaustadion durchführbar, für die die Impuls-Arena nicht geeignet ist oder wegen ihrer Kapazität oder Mietkostenhöhe nicht gewünscht wird.

 

Die aktuellen Fakten

Es gibt noch keinen Stadtratsbeschluss. Die Optionen sind weiterhin der kompletten Erhalt, der teilweise Rückbau oder der vollständige Abriss. Wirtschaftlich sind die Varianten noch nicht durchgerechnet. Die städtischen Ämter haben bis jetzt noch keine der Möglichkeiten aus technischen oder rechtlichen Gründen ausgeschlossen. (Beteiligte Ämter: Sport- und Bäder, Stadt- und Verkehrsplanung, Immobilienmanagement, Grünordnung/Naturschutz).

Ein Ersatz für die Leichtathletikanlage wäre möglich durch einen Neubau an der Karl-Mögele-Sportanlage und die erweiterte Nutzung der Sportanlage Süd mit dem Ernst-Lehner-Stadion.

Die Pläne für den Umbau zu einem Wohngebiet und Naherholungsflächen sind noch nicht vorangeschritten, unter anderem wegen der zu erwartenden Altlasten. Es gibt Boden-Setzungen, weil durch die Verrottung von organischem Material im Untergrund Hohlräume entstanden sind. So gab es bereits sichtbare Absenkungen der alten Rasenfläche.

Außerdem sind beim Einbau der Rasenheizung Altlasten gefunden worden. Bei den einen Meter tiefen Bodenabtragungen waren dies Bombensplitter, Teile von Sprengbomben und alte Schusswaffen (Karabiner).

Flächendeckende, tiefere Untersuchungen über Kampfmittel, Altlasten und Baugrund (auch unter dem Nebenspielfeld) stehen noch aus. Ebenso sind noch die Kosten eines Bodenaustauschs zu ermitteln, falls dieser nötig würde. Bekannt bzw. erwartet sind bereits jetzt Belastungen mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen.

Dann möchte die Stadt Sanierungskosten für das Rosenaustadion einsparen. So werden wahrscheinlich statt des vollständigen Erhalts des Stadions einzelne Teile geschlossen werden; z.B. einzelne Zuschauer-Blöcke, die bisher jedes Jahr aufgrund der Witterungsschäden am Beton repariert werden mussten.

 

Der politische Wille

Seit 2.5.2008 ist in Augsburg der neue OB Kurt Gribl (CSU) im Amt. Da zurzeit keine Entscheidung bezüglich der Zukunft des Rosenaustadions notwendig ist, wird er sich zu diesem Thema wohl nicht so schnell äußern. Aber im Wahlkampf hat er im März 2007 auf eine E-Mail-Anfrage geantwortet. Zusammenfassend ist nach der damaligen Aussage zu erwarten, dass es keine Radikallösung in Form eines kompletten Abrisses geben wird, da dieser aufgrund der Sachzwänge (siehe „Fakten“) nicht sinnvoll erscheint.