Augsburger Fahrradnacht rundum gelungen

Augsburg kann es!

Augsburg kann eine Radlnacht organisieren. Die erste Ausgabe der Augsburger Radlnacht ist eine rundum gelungene Veranstaltung geworden. Das Rahmenprogramm war attraktiv, die fahrradrelevanten Augsburger Institutionen und Initiativen waren vertreten. Es kamen weit mehr Teilnehmer als erwartet (3.500 statt 1.500-2.000), was sicher auch am perfekten Wetter lag (trocken, nicht zu heiß). Die Route war gut gewählt, der Schleifenstrassentunnel ein Highlight. Dort wurde besonders laut geklingelt und gejohlt, auch weil es durch den Wendepunkt am Ende des Tunnels einen Begegnungsverkehr der Teilnehmer gab.

Unterwegs gab es mehrere Punkte mit Livemusik, die schon von weitem zu hören waren. An der Berufsfeuerwehr sorgten Feuerwehrleute für Stimmung. Die üppigen Streckenabsperrungen und die Führung der Fahrradfahrer durch Pylonen und Akteure mit Megaphonen und Leuchtstäben haben dazu geführt, dass es eine sehr flüssige Fahrt wurde. Das wurde von den Teilnehmern sehr geschätzt, als Vergleich wurde mehrfach die etwas zähe diesjährige Münchner Radlnacht genannt (die allerdings auch über 10.000 Teilnehmer hat, die durch Engstellen müssen).

Die Kosten von ca. 90.000 Euro ergeben pro Teilnehmer 25 Euro, die Augsburg spendiert hat. Vielen Dank dafür. Es wäre schön, wenn es nächstes Jahr wieder eine Radlnacht gibt. Dann sind vielleicht auch die Autofahrer besser vorbereitet, die diesmal von langen Wartezeiten an den Sperrungen überrascht waren.

Nachtrag: aus Teilnehmersicht positiv war außerdem, dass es kein groß angelegtes Sponsoring gab. So hatte die Veranstaltung einen sympathischen unkommerziellen Charakter.

Bild: Rahmenprogramm, Hochradkünstler

radlnacht augsburg 2016

Fahrradmitnahme in Augsburger Straßenbahnen und Bussen

klappradmitnahme straßenbahn

Seit Mitte März 2016 ist die Fahrradmitnahme in Augsburger Straßenbahnen und Bussen erlaubt, unter folgenden Bedingungen:

  • außerhalb der Hauptverkehrszeiten von 9 bis 15 Uhr und ab 18.30 Uhr
  • in Straßenbahnen des Typs Combino und Cityflex sowie
  • in den neuen silbernen Mercedes-Bussen
  • nur, wenn es die Situation erlaubt und genügend Platz für das Fahrrad vorhanden ist.
    Rollstühle, Rollatoren oder Kinderwagen haben ebenso wie Fahrgäste immer Vorrang vor Fahrrädern (wenn der Stellplatz belegt oder das Fahrzeug zu voll ist, muss das Fahrrad draußen bleiben. Und im Bedarfsfall muss der Fahrradfahrer mit seinem Zweirad Platz machen und das Fahrzeug verlassen.)
  • Auf Sonderlinien wie die Stadion- oder die Messe-Linie sind Fahrräder tabu.
  • Der Zustieg mit Fahrrad ist nur an den mit einem blauen Fahrrad-Symbol gekennzeichneten Türen möglich. In den Straßenbahnen ist es die vierte Tür, bei den silbernen Bussen die zweiten Türe.
  • Erlaubt sind nur Fahrräder normaler Bauart und Größe, nicht also Tandems, Fahrradanhänger, Liege- oder Lieferräder.
  • Zusätzlich zum Ticket für den Fahrgast ist eine Fahrrad-Tageskarte fällig: ein  Zwei-Zonen-Ticket für Kinder zum Preis von 1,70 Euro. Die Fahrradkarten der Deutschen Bahn gelten nicht.

Hinweis:

  • Klapp- und Falträder in geklapptem Zustand dürfen als Gepäckstück kostenfrei in jedem Fahrzeug zu jeder Zeit mitgenommen werden.

Augsburger Radlnacht am 16. Juli 2016

Radlnacht Augsburg

Am Samstag den 16. Juli 2016 wird erstmals eine „Radlnacht“ in Augsburg stattfinden. Wie beim Münchner Vorbild wird eine ca. 15 Kilometer lange Strecke durch die Innenstadt für den Autoverkehr gesperrt und die Fahrradfahrer und Fahrradfahrerinnen fahren im Konvoi durch die Straßen. Außerdem gibt es ein Rahmenprogramm vor dem Start der Tour.

Bisher zielt das Innenstadtmarketing vor allem auf die autofahrende Kundschaft ab. Werden fahrradfahrenden Kunden künftig vom Stadtmarketing als eigenständige Zielgruppe umschmeichelt?

Mehr Infos: https://www.augsburg.de/aktuelles-aus-der-stadt/detail/1-augsburger-radlnacht/

Update: die Radlnacht ist vorbei, mein Fazit habe ich hier geschrieben: Augsburger Fahrradnacht rundum gelungen

Guerilla-Aktion

radfahren fahrbahn radfahren fahrbahn erlaubt

Über dem Bahnhofstunnel hängt seit gestern ein Transparent: Radfahren auf der Fahrbahn erlaubt

Wer hat das dort aufgehängt? Derjenige hat jedenfalls recht, denn an dieser Stelle darf der Fußweg mit dem Fahrrad, muss aber nicht benutzt werden.

Auf der anderen Tunnelseite gibt es ein ähnliches Geländer, noch ohne Banner. Dort wäre es auch sinnvoll eingesetzt, denn bergauf sind Radler langsamer und auf der Fahrbahn häufiger dem Zorn der Autofahrer ausgesetzt.

Hoffentlich hat der sorgfältig und sauber gemalte Aushang lange Bestand. Er ist mehr als ein schnell besprühtes altes Bettlaken. Es wurde aus einem Alten IKEA-Vohang (Model „MATILDA“) genäht, Buchstabenschablonen aus Wellkarton ausgeschnitten und das ganze mit Belton Molotow Dosen gesprüht.

Update:

Update 2:

auf Facebook hat das Augsburger Bauoberhaupt Herr Merkle den AZ-Artikel berichtigt, das Banner sei nicht von der Stadt aufgehängt worden. Mehr noch, es werde (und wurde bereits) von der Stadt entfernt und der Mensch, der es aufgehängt hat, bekomme eine Rechnung für die Entfernung, sofern er ermittelt werden kann.

Ich bin schon gespannt, wie dieser Banner-Krimi weiter geht.

Aldi baut ab

Aldi hatte direkt vor dem Eingang einen großen Fahrradparkplatz mit Edelstahl-Fahrradständern. Der Platz war so breit wie vier PKW-Stellplätze. Jetzt ist der Ständer abgebaut. Das Fahrradsymbol auf dem Boden wird wohl auch verschwinden. Die neuen Absperrbügel sind jetzt zurückversetzt auf einer zugepflasterten Stelle zwischen Aldi und Bäckerei aufgebaut.

Die Frage ist: warum? Das war doch ideal bisher. Wahrscheinlich wegen der vier Stellplätze, die bald zusätzlich für PKW zur Verfügung stehen. Die ersten Autos parken dort schon.

aldi fahrradparkplatz index